Quali-Showdown in Berlin
Die Wettkämpfe am Freitag

Die Olympiaqualifikation geht in die letzte Runde. An drei Tagen schwimmen die DSV-Asse um die letzten Plätze im Olympiateam.

Das dritte und letzte Wochenende der finalen Qualifikationsphase für die Olympischen Spiele steht an. In Berlin trifft sich die nationale Elite, um die letzte Chance zu nutzen. Auf welche Strecken sollten Sie dabei genau achten? Wir geben einen Überblick für den ersten der drei Wettkampftage.

200 Meter Freistil

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Der Wettkampf beginnt am Freitag mit einer stark besetzten Strecke. Über 200 Meter Freistil geht es nicht nur um Normzeiten für einen Einzelstart, die vier schnellsten Schwimmerinnen und Schwimmer der zweiten Qualifikationsphase (1.-18. April) dürfen sich außerdem über einen Platz in der Staffel freuen. Annika Bruhn verpasste die Olympianorm von 1:57,20 Minuten in Eindhoven knapp, in 1:57,37 Minuten schwamm die Neckarsulmerin nur 17 Hundertstel zu langsam. Ebenfalls knapp über der geforderten Norm liegt die Bestzeit von Isabel Gose (1:57,31 Minuten). Die junge Magdeburgerin bewies am vergangenen Wochenende ihre gute Form, verzichtete nach dem Vorlauf (1:58,29 Minuten) aber auf das Finale über 200 Meter Freistil. Auch Marie Pietruschka, Reva Foos, Leonie Kullmann, Julia Mrozinski und Sarah Köhler sind Kandidatinnen für einen Platz in der Staffel. Mit den Zeiten der ersten beiden Qualifikationswochenenden sind Bruhn, Pietruschka, Foos und Kullmann die schnellsten 200-Meter-Freistil-Zeiten in einem Finale geschwommen und haben somit für die nationale Qualifikation der Staffel gesorgt.

Damit die Männer über 4 x 200 Meter in Tokio an den Start gehen dürfen, muss noch die DSV-Norm unterboten werden, außerdem geht es um die Normzeit für einen Einzelstart (1:46,70 Minuten). Poul Zellmann ist mit seiner Bestzeit von 1:46,89 Minuten nur 19 Hundertstel von dieser Zeit entfernt und auch für Lukas Märtens könnte sie mit einem optimalen Rennen greifbar sein. Genauso wie Gose schwamm Märtens beim Qualifikationswettkampf in Magdeburg nur im Vorlauf und schlug nach 1:47,24 Minuten an. Jacob Heidtmann, der bereits seit März 2020 über 400 Meter Lagen für Olympia qualifiziert ist, möchte sich ebenso wie Henning Mühlleitner, Timo Sorgius und Marius Zobel für einen Platz in der Staffel empfehlen. Auch Sprinter Damian Wierling ist mit dabei.

100 Meter Brust

Bereits in Heidelberg unterbot Fabian Schwingenschlögl die Olympianorm von 59,80 Sekunden und verbesserte dabei in 58,95 Sekunden den deutschen Rekord. Zwar könnte er immer noch von seinem Platz für Tokio verdrängt werden, wenn zwei Schwimmer in Berlin schneller schwimmen als er, doch das ist relativ unwahrscheinlich. Mit Christian Vom Lehn und Lucas Matzerath werden in Berlin noch zwei weitere Sportler starten, die die Norm bereits unterbieten konnten, Melvin Imoudu blieb am vergangenen Wochenende in 1:00,16 Sekunden nur 36 Hundertstel darüber. Für Marco Koch werden die 100 Meter wohl nur ein Test für sein Rennen über die doppelte Distanz werden.

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Um die Normzeit für Tokio zu schwimmen, müssen die Frauen den deutschen Rekord von Sarah Poewe unterbieten, 1:07,00 Minuten sind gefordert. Jessica Steiger schwamm in Eindhoven im Vorlauf 1:07,93 Minuten, Anna Elendt reist mit 1:07,50 Minuten aus den USA an.

100 Meter Schmetterling

Marius Kusch ist über 100 Meter Schmetterling bereits für Tokio qualifiziert, für ihn geht es in Berlin um einen Platz in den Lagenstaffeln. Um den zweiten Startplatz für ein Einzelrennen kämpfen Ramon Klenz, Björn Kammann, David Thomasberger und Alaa Maso, alle vier müssen ihre Bestzeit jedoch um mehr als 0,8 Sekunden unterbieten.

Mit Angelina Köhler, Lisa Höping und Aliena Schmidtke kämpfen gleich drei Frauen um die Startplätze für Tokio. Voriges Wochenende in Magdeburg schlug Köhler nach 58,63 Sekunden an. Höpink brachte in Eindhoven 58,13 Sekunden ins Wasser und Schmidke beendete ihr Rennen nach 58,89 Sekunden.

100 Meter Rücken

Der erste von zwei Olympia-Startplätzen über 100 Meter Rücken ist bereits an Laura Riedemann vergeben, um den zweiten Platz zu erhalten müssen die Schwimmerinnen in Berlin die Marke von 1:00,00 knacken. Am nächsten daran ist aktuell Nadine Laemmler, die in Heidelberg 1:00,56 schwamm.

Schnellster Schwimmer über 100 Meter Rücken war in der Qualifikationsphase bisher Marek Ulrich mit 54,27 Sekunden, um sich für einen Einzelstart zu qualifizieren, muss der Leipziger sich jedoch noch steigern. Ole Braunschweig unterbot die Norm (53,70 Sekunden) bereits im Dezember, muss diese Leistung jedoch noch in der Qualifikationsphase bestätigen. Außerdem will Christian Diener noch einmal zu Olympia.

1.500 Meter Freistil

Mit Kurzbahn-Weltrekordlerin Sarah Köhler und Celine Rieder stehen über 1.500 Meter Freistil zwei Schwimmerinnen im Meldeergebnis, die die Norm für die Olympischen Spiele (16:16,00 Minuten) bereits unterboten haben. Mit dem zweiten Platz bei der WM 2019 hat Köhler ihren Startplatz im deutschen Olympiateam bereits sicher. Rieder schlug beim Qualifikationswettkampf in Magdeburg nach 16:09,00 Minuten an. Diese Zeit müsste Jeanette Spiwoks unterbieten, um den zweiten Startplatz für Tokio zu bekommen.

Die Vorberichte für die anderen Wettkampftage folgen.

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