Für den guten Zweck | Wasserball-Nationalspieler will 66 Kilometer durch den Lago Maggiore schwimmen

Nach seiner historischen Bodensee-Durchquerung nimmt Bernhard Hengl die nächste Herausforderung in Angriff. Der ehemalige Kapitän des österreichischen Wasserball-Nationalteams will den Lago Maggiore nonstop durchschwimmen.

Privat Bernhard Hengl hat nach Jahren zurück in den Pool gefunden.

Der ehemalige Kapitän der österreichischen Wasserball-Nationalmannschaft, Bernhard Hengl, stellt sich Ende Juni der nächsten Herausforderung. Im Rahmen seines Projekts „The Alpine Seven“ plant der 43-Jährige, den Lago Maggiore der Länge nach zu durchschwimmen. Die Strecke von Locarno bis Sesto Calende umfasst rund 66 Kilometer und zählt zu den anspruchsvollsten Etappen seiner mehrjährigen Benefiz-Challenge.

Der Start ist aktuell für den 27. Juni am Nordufer des Sees vorgesehen. Nach einer Nacht im Wasser will Hengl das Ziel am südlichen Ende des Lago Maggiore am folgenden Abend erreichen. Wie bei all seinen bisherigen Unternehmungen wird er die Distanz ohne Neoprenanzug absolvieren. Unterstützt wird er lediglich von einem Begleitboot und seinem Support-Team. Bisher soll erst ein Mensch die Strecke erfolgreich bewältigt haben.

Hengl schwimmt für den guten Zweck

Privat Bernhard Hengl (rechts) posiert mit Claas Röhl vom Verein NF Kinder.

Mit den „Alpine Seven“ verfolgt Hengl ein ambitioniertes Ziel: Sieben große Alpenseen mit einer Gesamtdistanz von mehr als 330 Kilometern will er schwimmend durchqueren. Gleichzeitig möchte der Sportler Aufmerksamkeit für Menschen mit Neurofibromatose schaffen. Diese seltene genetisch bedingte Erkrankung führt zur Bildung von Tumoren entlang der Nerven und ist bislang nicht heilbar.

Bereits im vergangenen Jahr hat Hengl mehrere spektakuläre Langstreckenschwimmen erfolgreich absolviert. Unter anderem durchquerte er den Attersee, den Wörthersee und den Bodensee. Mit seiner 65 Kilometer langen Bodensee-Querung schrieb er sogar Geschichte: Als erster Österreicher und sechster Mensch überhaupt bewältigte er die gesamte Länge des Sees nonstop und ohne Neoprenanzug. Fast 26 Stunden war Hengl im Bodensee unterwegs.

Noch zwei Stationen in diesem Jahr

Für Hengl ist die sportliche Herausforderung eng mit einer persönlichen Botschaft verbunden. Der fünffache Familienvater, der selbst eine Krebserkrankung überstanden hat, möchte zeigen, dass Rückschläge überwunden werden können. Gleichzeitig sammelt er Spenden für die Forschung und Unterstützung von Menschen mit Neurofibromatose.

Der Lago Maggiore markiert die Halbzeit seines Projekts. Im weiteren Jahresverlauf stehen mit dem Vierwaldstättersee und dem Gardasee zwei weitere große Herausforderungen auf dem Programm. Besonders der Gardasee gilt als legendäres Ziel: Nach Angaben des Teams konnte bislang noch niemand den größten See Italiens vollständig der Länge nach durchschwimmen.

Beim Zieleinlauf am Lago Maggiore sollen die letzten 500 Meter gemeinsam mit Nachwuchsschwimmerinnen und Nachwuchsschwimmern aus der Region zurückgelegt werden.

SWIM+

Hochwertige Informationen, packende Unterhaltung und ganz viel Service – das ist SWIM+

Monatsabo

6,99 -
Jetzt mitmachen bei SWIM+
  • volle Flexibilität
  • € 6,99 pro Monat
  • monatlich kündbar
Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

Feedback & Co.

Fehler gefunden oder Feedback zu diesem Artikel? Bitte teile uns hier mit, was du loswerden möchtest oder was wir verbessern können!
Feedback unter Artikel