Nach starken Auftritten in den Vorrunden krönt Oliver Klemet seine Leistung im Knockout-Sprint mit einem Sieg im Finale. Auch Florian Wellbrock und Lea Boy schaffen es in die Top Ten.
Mit einem beeindruckenden Auftritt hat Oliver Klemet beim Freiwasser-Weltcup im portugiesischen Setúbal ein Ausrufezeichen gesetzt. Der 24-Jährige von der SG Frankfurt gewann den Knockout-Sprint souverän vor dem Italiener Gregorio Paltrinieri und dem Franzosen Marc-Antoine Olivier. Für den Olympiazweiten von 2024 war es nach einem schwachen 10-Kilometer-Rennen am Samstag ein versöhnlicher Abschluss der Weltcupserie. Mit Blick auf die anstehenden Europameisterschaften in Paris brachte sich Klemet mit dem Ergebnis in eine Favoritenrolle.
Bereits in den ersten beiden Runden des Eliminationsrennens über 1.500 und 1.000 Meter zeigte Klemet seine starke Form und positionierte sich stets an der Spitze des Feldes. Im entscheidenden 500-Meter-Finale ließ er seinen Konkurrenten schließlich keine Chance mehr. „Ich hatte einen guten Start, war schon über 1.500 und 1.000 vorn dabei. Das gab mir das gute Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben“, sagte Klemet. Für die Schlussrunde habe er sich bewusst vorgenommen, Körperkontakt zu vermeiden und als Erster die Auftaktboje zu erreichen. „Dann das ganze Rennen anzuführen, das hat sich als Taktik bewährt“, erklärte er.
Radsturz mit Folgen
Der Erfolg kommt für Klemet zu einem wichtigen Zeitpunkt. Nach den Weltmeisterschaften 2025 hatte ihn ein Fahrradsturz ausgebremst. Dabei zog er sich einen Armbruch zu, musste mehrere Wochen pausieren und konnte den verletzten Arm lange Zeit nicht belasten. Nun scheint der Frankfurter rechtzeitig zur EM wieder in Form zu kommen. „Das gibt Rückenwind für die weitere EM-Vorbereitung“, sagte Klemet nach seinem Sieg.
Auch Florian Wellbrock erreichte die Finalrunde des Knockout-Sprints. Der viermalige Weltmeister belegte am Ende Rang zehn.
Bei den Frauen verpasste Lea Boy das Podest nur knapp. Die 26-Jährige vom SV Würzburg 05 wurde im Knockout-Sprint wie tags zuvor über 10 Kilometer Vierte und bestätigte damit ihre starke Form. Den Sieg sicherte sich die Australierin Moesha Johnson vor Bettina Fábián aus Ungarn und der Japanerin Ichika Kajimoto. Jeannette Spiwoks belegte bei ihrem Comeback nach zehnmonatiger Wettkampfpause den 17. Platz.