Beim Weltcup-Finale der Freiwasserschwimmer erlebten die deutschen Athleten Licht und Schatten.
Lea Boy hat ihre starke Saison im Freiwasser-Weltcup mit einem weiteren Erfolg gekrönt. Die Würzburgerin verteidigte beim Weltcup-Finale in Setúbal (Portugal) ihren dritten Platz in der Gesamtwertung und durfte sich über ein Preisgeld von 25.000 US-Dollar freuen.
Die 25-Jährige gehörte auch in diesem Jahr zu den konstantesten Athletinnen der Serie. Bereits bei den vorherigen 10-Kilometer-Rennen in Soma Bay (Platz 4), Ibiza (7.) und Golfo Aranci (4.) hatte Boy wichtige Punkte gesammelt und sich damit eine ausgezeichnete Ausgangsposition für das Finale erarbeitet. Dort ließ sie sich den Podestplatz im Gesamtklassement mit einem vierten Platz nicht mehr nehmen. Zusammen mit den Prämien für die einzelnen Rennen strich Boy 31.850 US-Dollar ein. Vor einem Jahr war sie ebenfalls Gesamt-Dritte im Weltcup geworden.
Seriensiegerin Moesha Johnson
Den Sieg im letzten Saisonrennen holte erneut Moesha Johnson. Die australische Olympiazweite gewann damit alle vier Rennen der Serie und natürlich auch den Gesamtweltcup. Dafür kassierte die in Magdeburg trainierende Schwimmerin 50.000 US-Dollar. „Das ist echt krass, was Moesha da geschafft hat“, würdigte Boy die Leistung der dominanten Rivalin. „Aber sie ist ja schon länger so dominant unterwegs. Nach Olympiasilber vor zwei Jahren hat irgendetwas Klick gemacht bei ihr. Sie ist seither auf einem anderen Level unterwegs.“
Bei 18,1 Grad Wassertemperatur im Atlantik setzte sich Johnson nach 2:08:12,1 Stunden im Schlussspurt vor den Ungarinnen Bettina Fábián (2:08:13,3) und Viktória Mihályvári-Farkas (2:08:15,9) durch. Boy kam etwa fünf Sekunden später ins Ziel. „Auf der letzten Geraden war mir leider die Italienerin (Ginevra Tadeucci, Anm. d. Red.) im Weg, als diese den Anschluss nach vorn verlor. Sonst wäre vielleicht sogar noch etwas mehr möglich gewesen“, sagte Boy. Die zweite deutsche Starterin Jeannette Spiwoks landete auf Rang 20.
Für die deutschen Männer verlief das Rennen anders als erhofft. Beim Sieg des Ungarn Dávid Betlehem (1:43:23,7 Stunden) vor Sacha Velly und Marc-Antoine Olivier (beide Frankreich) belegten Oliver Klemet und Florian Wellbrock nur die Plätze 21 und 26.
Als bester Deutscher landete Wellbrock in der Endabrechnung auf Rang zehn. Für den vierfachen Weltmeister von 2025 war es insgesamt eine Weltcupsaison zum Vergessen. Zwar gewann der Magdeburger das erste Rennen in Soma Bay, danach folgten für ihn aber nur noch enttäuschende Ergebnisse und ein krankheitsbedingter Ausfall. Der 28-Jährige muss nun versuchen, für die Europameisterschaften in Paris seine Form wiederzufinden.