Schneller war bisher keine: Kate Douglass hat mit ihrem Weltrekord über 50 Meter Freistil für das Highlight der Pro Swim Series in Indianapolis gesorgt.
Mit diesem Rennen hatte niemand gerechnet, nicht einmal die Schwimmerin selbst. US-Star Kate Douglass hat bei der TYR Pro Swim Series in Indianapolis einen spektakulären Weltrekord aufgestellt. Über 50 Meter Freistil schlug die 24-Jährige nach 23,59 Sekunden an und unterbot damit die bisherige Bestmarke von Sarah Sjöström um zwei Hundertstelsekunden. Die Schwedin war im Halbfinale der Weltmeisterschaften in Fukuoka vor drei Jahren 23,61 Sekunden geschwommen. Später holte sie im WM-Gold in 23,62 Sekunden.
Besonders überraschend: Douglass galt bislang nicht als ausgemachte Spezialistin für die kürzeste Freistilstrecke. Zwar ist die New Yorkerin unheimlich vielseitig, ihre drei Einzelmedaillen bei Olympia holte sie aber allesamt über 200-Meter-Strecken. Ihre persönliche Bestzeit über 50 Meter Freistil lag zuvor bei 23,91 Sekunden. Nun ist sie die schnellste Frau der Schwimmgeschichte.
Das komplette Rennen im Video:
Britta Steffen schwamm 2009 Weltrekord
Im Finale setzte sich Douglass gegen ihre Trainingspartnerin Gretchen Walsh durch, die mit starken 23,78 Sekunden ebenfalls unter dem alten US-Rekord blieb. Platz drei belegte Anna Moesch in 24,20 Sekunden. Die 20-jährige Moesch macht sich gerade einen Namen auf der 100-Meter-Distanz. Dort unterbot sie im Mai in 51,94 Sekunden als erste US-Schwimmerin der Geschichte die 52-Sekunden-Marke.
Douglass zeigte sich nach dem Rennen selbst völlig überrascht. Eigentlich habe sie lediglich ihre persönliche Bestzeit und den amerikanischen Rekord angreifen wollen, sagte sie. Dass dabei ein Weltrekord herauskommen würde, sei für sie völlig unerwartet gewesen. Im All-Time-Ranking gehörten zuletzt die besten sieben Zeiten über 50 Meter Freistil Sarah Sjöström. In der ewigen Bestenliste zählte sie damit zu den dominantesten Schwimmerinnen überhaupt. Hinter Sjöström rangierte Britta Steffen mit 23,73 Sekunden. Die Olympiasiegerin von Peking war mit dieser Zeit 2009 Weltrekord geschwommen.
Im Video oben gibt es das historische Rennen noch einmal in voller Länge zu sehen – inklusive des Moments, als Douglass auf die Anzeigetafel blickt und realisiert, dass sie gerade Schwimmgeschichte geschrieben hat.