Olympiavorschau
Die Vorläufe des ersten Wettkampftages

12 Uhr deutscher Zeit beginnen die ersten Vorläufe bei den Olympischen Spielen in Tokio. Sechsmal springen die DSV-Athleten am ersten Tag ins Wasser.

Giorgio Perottino / Deepbluemedi Über seine Hauptstrecke 100 Meter Brust ist Adam Peaty seit 2014 bei Olympischen Spielen, Europa- und Weltmeisterschaften ungeschlagen.

Mit einem Jahr Verspätung beginnen am Samstag die olympischen Schwimmwettkämpfe in Tokio. Sechs deutsche Starts wird es direkt im ersten Vorlaufabschnitt geben. Und auch internationale Stars springen am ersten Tag ins Wettkampfbecken.

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400 m Lagen Männer (mit Jacob Heidtmann)

Den Auftakt der deutschen Schwimmer macht Jacob Heidtmann. Der Elmshorner, der in den USA trainiert, zeigte seine gute Form zuletzt bei dem Olympiaquali in Berlin, wo über seine Nebenstrecken 200 Meter Lagen und Freistil die Norm für Tokio unterbot, die Qualifikation über 400 Meter Lagen hatte er schon vorher sicher. In den Vorläufen bekommt Heidtmann es unter anderem mit dem amtierenden Weltmeister Daya Seto aus Japan, dem Vizeweltmeister Jay Litherland und dem Weltmeister von 2017, Chase Kalisz (beide USA) zu tun. Mit seiner Qualifikationszeit von 4:12,40 Minuten ist Heidtmann an 13. Stelle der Meldeliste für Olympia, die Zeit liegt nur 32 Hundertstel über seinem eigenen deutschen Rekord, den er bei der WM 2015 aufgestellt hat. Für einen Einzug ins Finale wird Jacob Heidtmann sich wohl strecken müssen.

100 Meter Schmetterling Frauen

Nach ihrer Verletzungspause im Frühjahr steht Sarah Sjöström, die Olympiasiegerin von 2016 und Weltrekordhalterin über 100 Meter Schmetterling wieder auf der Startliste. Wie gut die Schwedin an ihre alte Form anknüpfen kann, bleibt abzuwarten, sollte sie die Verletzung jedoch gut überwunden haben, ist sie eine Medaillenkandidatin. Mit 55,66 Sekunden bei den Olympic Trials brachte sich die junge Amerikanerin Torri Huske in eine Favoritenrolle. Schneller als die 17-Jährige war nur die Chinesin Yufei Zhang mit 55,62 Sekunden bei den chinesischen Meisterschaften 2020. Mit der amtierenden Weltmeisterin Maggie MacNeil (55,83 Sekunden) aus Kanada und der Australierin Emma McKeon (55,93 Sekunden) konnten insgesamt vier Schwimmerinnen im Qualifikationszeitraum unter 56 Sekunden bleiben.

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400 Meter Freistil Männer (mit Lukas Märtens und Henning Mühlleitner)

Mit Lukas Märtens und Henning Mühlleitner starten über 400 Meter Freistil gleich zwei deutsche Athleten, denen eine vordere Platzierung durchaus zuzutrauen ist. Mit ihren Qualifikationszeiten liegen beide unter den Top Ten, das Feld über 400 Meter Freistil ist jedoch nah beieinander: Zwischen Platz zwei und Platz 17 der Startliste liegen nicht einmal drei Sekunden. Beim letzten Zusammentreffen der internationalen Schwimmelite, den Weltmeisterschaften 2019, hat eine Zeit von 3:46,34 Minuten für den Finaleinzug gereicht. Schnellster Schwimmer des Qualifikationszeitraums über 400 Meter Freistil war der Australier Elijah Winnington, der bei den Trials vergangenen Monat in 3:42,65 Minuten überzeugte.

400 Meter Lagen Frauen

Über 400 Meter Lagen steht Katinka Hosszu an der Spitze der Startliste. Die Olympiasiegerin aus Rio stellte bei den Weltmeisterschaften 2019 in Korea den aktuellen Weltrekord auf. Zuletzt schwamm Hosszu bei den Europameisterschaften in Budapest in 4:34,76 Minuten zum Titel. Eine Zeit, die durchaus auch ihre Konkurrentinnen bei Olympia ins Wasser bringen können, die beiden Amerikanerinnen Emma Weyant (4:33,81 Minuten) und Hali Flickinger (4:33,96 Minuten) schwammen in diesem Jahr schon schneller.

100 Meter Brust Männer (mit Fabian Schwingenschlögl und Lucas Matzerath)

Über 100 Meter Brust geht Adam Peaty als Favorit ins Rennen. Der Brite ist seit 2014 bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften ungeschlagen über 100 Meter Brust und wird diese Serie in Tokio fortsetzen wollen. Ist Peaty in Topform, wird er kaum zu schlagen sein, mit seiner Weltrekordzeit von 56,88 Sekunden ist er bisher der einzige Schwimmer, der die 57-Sekunden-Marke unterbieten konnte. In diesem Jahr schwamm Peaty jedoch noch nicht schneller als 57,39 Sekunden. Der zweite Mann im Feld, der schon einmal unter 58 Sekunden schwamm, ist der Niederländer Arno Kamminga. Bei den niederländischen Meisterschaften 2020 schlug er nach 57,90 Sekunden an. Auch US-Schwimmer Michael Andrew möchte über 100 Meter Brust angreifen, seine 58,14 Sekunden von den US-Trials bringen ihn auf den dritten Platz der Meldeliste.

Für das deutsche Team starten Fabian Schwingenschlögl und Lucas Matzerath über 100 Meter Brust. Der Frankfurter Matzerath qualifizierte sich mit Bestzeit für die Spiele in Tokio und schwamm bei den Europameisterschaften in der Staffel mit fliegendem Start sogar schon unter 59 Sekunden. Nach 58,95 Sekunden übergab er bei den Europameisterschaften an seinen Staffelkollegen. Mit derselben Zeit schlug Schwingenschlögl beim Qualifikationswettkampf in Heidelberg an. 58,95 Sekunden bedeuteten für den Schwimmer der Neckarsulmer Sportunion nicht nur die Olympianorm, sondern auch deutschen Rekord.

4 x 100 Meter Freistil Frauen (mit Marie Pietruschka, Annika Bruhn, Hannah Küchler und Lisa Höpink)

Für die deutsche Frauenstaffel über 4 x 100 Meter Freistil geht es am ersten Wettkampftag um den Einzug ins Finale. 16 Teams sind insgesamt für Olympia qualifiziert, darunter auch die starken Mannschaften aus Australien, Großbritannien und den USA. Kaum zu schlagen sein wird das Team der Australierinnen mit den Schwestern Cate und Bronte Campbell.

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