Wellbrock, Koch, Hentke, Wierling
Die Vorläufe am Dienstag

Um 12:00 Uhr deutscher Zeit geht es am Dienstag in den Vorläufen zur Sache. In jedem der fünf Wettkämpfe ist das deutsche Team vertreten.

Jo Kleindl Florian Wellbrock startet über 800 Meter Freistil in die Olympischen Spiele.

Insgesamt neun Vorläufe über 100 Meter Freistil der Männer, drei Vorläufe bei den Frauen über 200 Meter Schmetterling, fünf Vorläufe über 200 Meter Brust der Männer, zwei Vorläufe der Männerstaffeln über die 4×200 Meter Freistil und fünf 800-Meter-Freistil-Vorläufe der Männer stehen am Dienstag ab 12:00 Uhr deutscher Zeit auf dem Programm.

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100 Meter Freistil Männer (mit Damian Wierling)

Bei den Weltmeisterschaften 2019 in Gwangju blieb US-Sprinter Caeleb Dressel in 46,96 Sekunden nur fünf Hundertstel über dem Weltrekord, den Cesar Cielo 2009 zur Zeit der Wunderanzüge aufstellte. Mit seinen Ergebnissen der vergangenen Jahre gilt Dressel als Favorit über die 100 Meter Freistil in Tokio. In der 4×100-Meter-Freistil-Staffel am frühen Montagmorgen waren die beiden Schlussschwimmer Zach Apple (USA, 46,69 Sekunden) und Kyle Chalmers (Australien, 46,44 Sekunden) mit fliegendem Start aber schneller als der Weltmeister von 2017 und 2019. Auch der junge Rumäne David Popovici kommt für eine vordere Platzierung infrage. Erst vor wenigen Wochen machte der 16-Jährige in Rom bei den Junioren-Europameisterschaften auf sich aufmerksam, als er über 100 Meter Freistil in 47,30 Sekunden zum Titel und an die Spitze der Weltjahresbestenliste schwamm. Diesen Spitzenplatz hat ihm Dressel bei seinem Einsatz als Startschwimmer der goldenen US-Staffel inzwischen wieder abgenommen (47,26 Sekunden). Ebenfalls zu beachten ist der schnelle Russe Kliment Kolesnikov, der am Morgen bereits im Finale über 100 Meter Rücken am Start war.

Für Deutschland geht Damian Wierling über 100 Meter Freistil an den Start. Mit seiner Meldezeit von 48,48 Sekunden hat der Essener jedoch nur Außenseiterchancen. Um das Finale zu erreichen, müsste er wohl eine Zeit um von 48,20 Sekunden oder besser schwimmen. Der deutsche Rekord, der seit 2011 von Marco di Carli gehalten wird, liegt bei 48,24 Sekunden.

200 Meter Schmetterling Frauen (mit Franziska Hentke)

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Nur 17 Schwimmerinnen stehen auf der Startliste über 200 Meter Schmetterling, sollte sich eine vom Wettkampf abmelden, lassen die Regularien es zu, dass auf den Vorlauf verzichtet wird. Für Franziska Hentke sollte es kein Problem darstellen, ins Halbfinale über ihre Paradestrecke einzuziehen. Um auch den Sprung ins Finale zu schaffen, muss sie sich allerdings im Vergleich zu ihren Zeiten aus der Olympiaqualifikation steigern. Zu den Favoritinnen über diese Strecke gehört die Chinesin Yufei Zhang, die bereits Silber über 100 Meter holte. Auch die Welt- und Vizeweltmeisterin von 2019, Boglarka Kapas aus Ungarn, und die US-Amerikanerin Hali Flickinger gehören zum Favoritenkreis.

200 Meter Brust Männer (mit Marco Koch)

Nach Titeln bei Welt- und Europameisterschaften fehlt Marco Koch eigentlich nur noch eine Olympiamedaille in seiner Sammlung. Dafür muss der Frankfurter aber erst einmal den Vorlauf überstehen und ins Finale einziehen. Eine Zeit um die 2:08,20 Sekunden wird dafür wahrscheinlich nötig sein, Koch kam in diesem Jahr noch nicht unter 2:09,34 Minuten. Unter 2:08 Minuten sind in diesem Jahr schon andere geschwommen. Schnellster war bisher Zac Stubblety-Cook aus Australien, der bei den Trials in seiner Heimat im Juni nach 2:06,28 Minuten anschlug. Nur zwölf Hundertstel langsamer war der Japaner Shoma Sato (2:06,40 Minuten). Auch Anton Chupkov (Russland, 2:06,99 Minuten) und Arno Kamminga (Niederlande, 2:07,23 Minuten) waren schon sehr schnell unterwegs.

4 x 200 Meter Freistil Männer (mit Jacob Heidtmann, Lukas Märtens, Henning Mühlleitner und Poul Zellmann)

16 Teams kämpfen über 4 x 200 Meter Freistil um den direkten Einzug ins Finale. Für die deutsche Mannschaft gehen mit Jacob Heidtmann und Lukas Märtens zwei Schwimmer an den Start, die am Sonntag im Einzelrennen über 200 Meter bereits mit neuen Bestzeiten überzeugten und nur knapp das Halbfinale verpassten. Dazu kommt mit Henning Mühlleitner der deutsche Schwimmer mit dem bisher besten Ergebnis in Tokio, dem vierten Platz über 400 Meter Freistil. Das Team komplettiert Poul Zellmann aus Essen, der extra für die Staffel nach Tokio gereist ist. Gegen das Team aus Großbritannien mit Olympiasieger Tom Dean und Silbermedaillengewinner Duncan Scott hat das deutsche Quartett wahrscheinlich keine Chance, eine Finalteilnahme sollte aber drin sein.

800 Meter Freistil Männer (mit Florian Wellbrock)

Über 800 Meter Freistil trifft der deutsche Rekordhalter Florian Wellbrock das erste Mal bei diesen Spielen auf seinen italienischen Konkurrenten Gregorio Paltrinieri. Der Italiener reiste verspätet zu den Spielen, kurz vor den Spielen erkrankte er an Pfeifferschem Drüsenfieber, laut italienischen Medien meldete er sich aber zuletzt wieder fit. Wenn er seine Leistungen der Europameisterschaften im Mai in Tokio abrufen kann, gehört er zu den Favoriten, genauso wie der Magdeburger Wellbrock, der 2019 den deutschen Rekord aufstellte. Auch der Ukrainer Mykhailo Romanchuk, Norwegens Henrik Christiansen, David Aubrey aus Frankreich und der Australier Jack McLoughlin haben gute Chancen auf das Finale.

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