Wellbrock, Märtens und die Lagen-Staffeln
Die Vorläufe am Freitag

Die kürzeste und die längste Strecke im olympischen Programm der Beckenschwimmer stehen am letzten Tag der Vorläufe auf dem Programm.

Frank Wechsel Nach seinem vierten Platz über 800 Meter Freistil startet Florian Wellbrock am Freitag im Vorlauf über 1.500 Meter.

Im letzten Vorlaufabschnitt in Tokio geht es für die Frauen und Männer über 50 Meter Freistil und die 4 x 100-Meter-Lagen-Staffel zur Sache. Außerdem schwimmen die Männer über 1.500 Meter um den Finaleinzug.

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50 Meter Freistil Männer

Die kürzeste Strecke im olympischen Programm verspricht spannende Rennen und knappe Entscheidungen. Um die 21,8 Sekunden werden die Männer schwimmen müssen, um das Halbfinale zu erreichen. Goldfavorit ist der Weltjahresbestenlistenerste und Olympiasieger über die doppelte Distanz. Bei den US-Trials im Juni schwamm Caeleb Dressel in 21,04 Sekunden nur 13 Hundertstel über dem Weltrekord, den Cesar Cielo 2009 aufstellte. Auch Vladimir Morozov (21,41 Sekunden) aus Russland, der Brite Benjamin Proud (21,42 Sekunden) und Dressels Landsmann Michael Andrew (21,48 Sekunden) zeigten dieses Jahr schon mit schnellen Zeiten unter 21,5 Sekunden, dass mit ihnen zu rechnen ist.

50 Meter Freistil Frauen

Bei den Frauen wird der Sieg über 50 Meter Freistil über die Australierinnen gehen. Niemand schwamm in diesem Jahr schneller als Emma McKeon (23,93 Sekunden) und Cate Campbell (23,94 Sekunden). Beide zeigten bereits im Finale über 100 Meter und in der 4 x 100-Meter-Freistil-Staffel, dass die gut drauf sind und schnelle Zeiten ins Wasser bringen können. Auch Europameisterin Ranomi Kromowidjojo (Niederlande) schwamm in 23,97 Sekunden in diesem Jahr schon unter der 24-Sekunden-Marke und könnte den Frauen aus Down Under gefährlich werden. Weltrekordhalterin Sarah Sjöström hat zwar ihre Ellenbogenverletzung überwunden, ihre bisherigen Ergebnisse zeigen aber, dass die Schwedin noch nicht wieder zu ihrer vollen Stärke zurückgefunden hat.

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1.500 Meter Freistil Männer (mit Florian Wellbrock und Lukas Märtens)

Als Weltjahresbester und amtierender Weltmeister gehört Florian Wellbrock zu den Favoriten über 1.500 Meter Freistil. Der Magdeburger schwamm beim Olympiaqualifikationswettkampf in Berlin in 14:36,45 Minuten an die Spitze der Weltjahresbestenliste, Weltjahresbestenlisten-Zweiter Mykhailo Romanchuk aus der Ukraine benötigte bei den Europameisterschaften 14:39,89 Minuten für die 30 Bahnen, seine Bestzeit aus dem August 2018 liegt bei 14:36,88 Minuten. Schneller als Wellbrock und Romanchuck schwamm bisher der Silbermedaillengewinner über 800 Meter Freistil. Die Bestzeit von Gregorio Paltrinieri liegt bei 14:33,10 Minuten, in diesem Jahr schwamm der Italiener noch nicht schneller als 14:40,30 Minuten. Am Dienstag hat er aber im Rennen über 800 Meter gezeigt, dass mit ihm zu rechnen ist. Sollte das Feld über 1.500 Meter ähnlich nah beisammen bleiben wie über die kürze Strecke, ist auch der Amerikaner Robert Finke ein heißes Eisen im Feuer. Mit seiner Bestzeit von den US Trials im Juni (14:46,06 Minuten) ist er zwar zehn Sekunden langsamer als Wellbrock, über 800 Meter hat er aber gezeigt, dass er im Endspurt ordentlich angreifen kann. Auch für Lukas Märtens ist eine Finalteilnahme im Bereich des Möglichen. Der Trainingskollege von Wellbrock steht auf Platz neun der Meldeliste.

4 x 100 Meter Lagen Frauen (mit Laura Riedemann, Anna Elendt, Lisa Höpink und Annika Bruhn)

Lisa Höpink und Annika Bruhn standen schon in der gemischten Lagenstaffel am Donnerstag auf dem Startblock, zusammen mit Rückenschwimmerin Laura Riedemann und Anna Elendt über die Bruststrecken wollen die am Donnerstag das Finale in der 4 x 100-Meter-Lagen-Staffel der Frauen angreifen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss das Quartett einige Teams hinter sich lassen, die Deutschen stehen auf Platz zwölf der Meldeliste. Spannung verspricht das Rennen um die Medaillenränge, die Mannschaften aus Australien, den USA und Kanada haben allesamt Einzelmedaillengewinnerinnen über die 100-Meter-Strecken in ihren Reihen.

4 x 100 Meter Lagen Männer (mit Marek Ulrich, Lucas Matzerath, Marius Kusch und Damian Wierling)

Marek Ulrich und Lucas Matzerath haben mit Bestzeiten in Tokio schon bewiesen, dass sie in Topform sind. Können Marius Kusch und Damian Wierling sich im Vergleich zu ihren Einzelstarts noch etwas steigern, ist das Finale in Reichweite. Titelfavoriten in der Staffel sind die Teams aus Großbritannien um Brust-Star Adam Peaty und die USA mit Caeleb Dressel. Bei der WM 2019 gewannen die Briten Gold, die US-Amerikaner wurden Vizeweltmeister.

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