Mit Kusch, Diener und Heidtmann | Vorschau auf das ISL-Finale

Im Finale der ISL stehen sich am Wochenende die vier besten Teams der Liga gegenüber. Mit dabei sind auch Jacob Heidtmann, Marius Kusch und Christian Diener.

Sechs Wochen lang lebten die Schwimmerinnen und Schwimmer in der ungarischen Hauptstadt Budapest in einer Bubble. Auf Social Media teilten sie Eindrücke ihres Alltags. Es schien wie ein langes Trainingslager mit der internationalen Schwimm-Elite unter verschärften Bedingungen. Dieses Konzept ermöglichte es, die International Swimming League auch 2020 auszutragen. Nach insgesamt zehn Vorrundenwettkämpfen und zwei Halbfinals stehen nun die vier Teams fest, die am Wochenende im Finale antreten werden:

Energy Standard

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Die Vorjahressieger Energy Standard haben sich im Laufe der Vorrundenwettkämpfe gesteigert und bewiesen, dass sie auch ohne ihren Superstar Sarah Sjöström über die Schmetterling- und Freistilstrecken angreifen können. Dennoch ist Sjöström für die Skin-Races eine wichtige Schwimmerin. Sollte Energy über die Lage entscheiden dürfen, ist sie nahezu unschlagbar. Die 50 m Freistil mit Energys Florent Manaudou gegen Caeleb Dressel (Cali Consors) und 200 m Schmetterling mit Chad le Clos, Tom Shields (LA Current) und Junioren-Weltrekordhalter Eddie Wang (Cali Condors) versprechen Spannung.

Cali Condors

Die Cali Condors blieben in der bisherigen Saison als einziges Team ungeschlagen und bringen einige Topathleten an den Start. Unter ihnen ist auch Caeleb Dressel, der im Halbfinale bewiesen hat, dass er mit wenig Pause mehrfach Topleistungen bringen kann. Besonders stark sind allerdings die Frauen der Condors: Im Halbfinale sammelten sie 315 Punkte (bei den Männern waren es 264,5). Mit Lilly King und Molly Hannis waren die Bruststrecken bisher immer eine sichere Bank. Im Finale treffen sie allerdings auf die junge Italienerin Benedetta Pilato (Energy Standard), die im Halbfinale einen Junioren-Weltrekord über 50 m Brust aufstellte. Auch das Rennen über 100 m Brust verspricht spannend zu werden: Nachdem King in der Vorrunde die Nase vorn hatte, schwamm Alia Atkinson (London Roar) im Halbfinale über diese 1:02,66 Minuten, schneller als King jemals auf der Kurzbahn.

London Roar

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Das Team aus London tritt mit zwei frischgebackenen Weltrekordhaltern im Finale an. Adam Peaty und Kira Toussaint schwammen im Halbfinale Weltrekord über 50 m Brust (Peaty) und 50 m Rücken (Toussaint). Das könnte Vorteile für die Skin Races bringen, bei denen sich am Ende alles entscheiden könnte. Für London Roar starten auch Christian Diener und Marius Kusch. Diener verbesserte in der Vorrunde bereits den deutschen Rekord über 50 m Rücken und schwamm über 200 m in Rekordnähe. Im Finale bekommt er es allerdings mit Olympiasieger Ryan Murphy (LA Current) zu tun. Marius Kusch scheint über die kurzen Freistil- und Schmetterlingstrecken bereits gesetzt zu sein. Doch auch hier lauert im Finale mit Caeleb Dressel (Cali Condors) starke Konkurrenz.

LA Current

Mit Tom Shields und Ryan Murphy hat LA Current zwei Olympiasieger in den eigenen Reihen, die in den bisherigen Wettkämpfen wichtige Punktegaranten waren. Murphy entschied in der laufenden Saison bereits viermal die Skin-Races über 50 m Rücken für sich. Für Überraschungen sorgte in der bisherigen Saison außerdem die französische Sprintern Beryl Gastadello, die in der Vorrunde die beste Punktesammlerin der Liga war. Für das kalifornische Team startet auch Jacob Heidtmann. Der Elmshorner geht oft über die 200 und 400 m Strecken an den Start und sammelte bisher besonders über die längeren 400 m Punkte.

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