Samstag, 18. Mai 2024

Köhler verpasst Finale | Deutsche Staffel auf Rang sieben

Über 50 Meter Schmetterling hat Angelina Köhler das WM-Finale als Elfte verpasst, die Staffel der Männer über 4 x 200 Meter Freistil steigerte ihre Vorlaufleistung und schwamm auf Platz sieben.

Frank Wechsel

Staffeln gelten als eins der Highlights bei Schwimmwettkämpfen, so auch die 4 x 200 Meter Freistil der Männer in Fukuoka. Die drei favorisierten Teams aus Großbritannien, den USA und Australien sorgten für ein spannendes Rennen an der Spitze. Während die Mannschaft aus Down Under den dritten Platz klarmachte (7:02,13 Minuten), entschied sich der Kampf um Gold erst auf der letzten Teilstrecke. Lagen die Briten und Amerikaner vorher nahezu gleichauf, war es am Ende die Mannschaft aus Großbritannien, die das Rennen in 6:59,08 Minuten für sich entschied, das US-Team schlug dahinter in 7:00,02 Minuten an.

Das deutsche Quartett war lange gut dabei, Startschwimmer Lukas Märtens zeigte auf der Außenbahn ein couragiertes Rennen. Nach 1:44,79 Minuten übergab der Magdeburger in Führung liegend und in neuer Bestzeit an Rafael Miroslaw, der ebenfalls schneller schwamm als am Morgen, genauso wie Joscha Salchow. Als letzter Schwimmer sprang Timo Sorgius ins Wasser. Dem Leipziger gelang es nicht, sich im Vergleich zu den Vorläufen noch einmal zu steigern. Dennoch verbesserte das Team seine Vorlaufleistung in 7:06,14 Minuten um 1,36 Sekunden, was in der Endabrechnung Platz sieben bedeutet.

„Ich bin super zufrieden“

Das Finale verpasst hat Angelina Köhler über 50 Meter Schmetterling. Nach 25,88 Sekunden stoppte die Uhr für die 22-Jährige, die auf der doppelten Distanz in deutschen Rekord auf den fünften Platz geschwommen war. Elf Hundertstel fehlten Köhler in der Endabrechnung für einen Platz im Endlauf. „Es ist natürlich ein bisschen ärgerlich, elf Hundertstel sind nicht viel. Aber es sind halt 50 Meter, da ist es immer so knapp. Es war trotzdem nochmal eine super Zeit, die zweitschnellste Zeit diese Saison. Ich bin super zufrieden“, sagte sie. Schnellste Schwimmerin der Halbfinals war einmal mehr Weltrekordhalterin Sarah Sjöström. In 24,74 Sekunden blieb die Schwedin als einzige Athletin unter der 25-Sekunden-Marke und sicherte sich damit die Mittelbahn für das Finale am Samstag.

Weltrekord über 200 Meter Brust

Einen beeindruckenden Weltrekord gab es für die Zuschauer in der Halle in Fukuoka über 200 Meter Brust zu bestaunen. Haiyang Qin unterbot die bisherige Bestmarke in 2:05,48 Minuten deutlich (alter Weltrekord 2:06,40 Minuten) und verwies dabei den ehemaligen Weltrekordhalter Zac Subbelty-Cook aus Australien auf den Silberrang, Bronze ging an den Briten Matt Fallon (2:07,74 Minuten). Der Chinese Qin ist damit der erste Schwimmer, der bei einer Weltmeisterschaft alle drei Bruststrecken für sich entscheiden konnte, die kürzeren Rennen über 50 und 100 Meter waren seit 2014 fest in der Hand von Adam Peaty, dessen Weltrekord Qin angreifen wolle, wie er in Interviews am Beckenrand sagte. Der Brite verzichtete in diesem Jahr auf die WM.

Die Weltmeister am Freitag

  • 100 m Freistil Frauen: Mollie O’Callaghan (Australien) 52,16 Sekunden
  • 200 m Brust Frauen: Tatjana Schoenmaker (Südafrika) 2:20,80 Minuten
  • 200 m Rücken Männer: Hubert Kos (Ungarn) 1:54,14 Minuten
  • 200 m Brust Männer: Haiyang Qin (China) 2:05,48 Minuten, Weltrekord
  • 4 x 200 m Freistil Männer: Großbritannien 6:59,08 Minuten

Alle News und Ergebnisse zu den Weltmeisterschaften in Fukuoka gibt es hier.

Jule Radeck
Jule Radeck
Jule Radeck studierte Sportwissenschaften, bevor sie als Volontärin nach Hamburg zog. In ihrer Freizeit findet man sie oft im Schwimmbecken, manchmal auf dem Fahrrad und selten beim Laufen.

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