Richtungswechsel:
Die sechs Phasen der perfekten Kippwende

Die Wende ist mehr als anschlagen, drehen, abstoßen. Ganz Eilige können hier viel Zeit herausholen. Für Delfin- und Brustschwimmer ist die Kippwende die beste Technik.

Noch schneller ist natürlich die Rollwende, doch das Reglement macht sie nur für Freistil und Rücken attraktiv. Denn für Delfin- und Brust gilt: Der Athlet muss zunächst mit beiden Händen die Wand berühren. Daraus ergibt sich für beide Stile eine Wendentechnik, bei der nach dem Anschlag die Füße so schnell wie möglich an die Wand gebracht werden. Eine seitliche Kippbewegung leitet dann den Abstoß ein.

Häufig ist es für Einsteiger schwierig, mit maximalem Tempo auf die Wand zuzuschwimmen. Doch wer durch eine lange Gleitphase Geschwindigkeit rausnimmt, macht sich selbst das Leben schwer. Denn für eine dynamische und schwungvolle Wende ist genügend Tempo von zentraler Bedeutung. Auf den folgenden Seiten sehen Sie die sechs Phasen der Kippwende vom Anschwimmen bis zum Abstoß.

Phase 1: Anschwimmen

Bereits zwei bis drei Armzüge vor der Wand stellt der Schwimmer seine Zugfrequenz auf die Entfernung zur Wand ein. Eine zu lange Gleitphase vor dem Anschlag soll dadurch vermieden werden.

Häufigster Fehler: Die Geschwindigkeit wird zu stark reduziert. 

Kippwende1
Frank Wechsel / spomedis Phase 1: Anschwimmen.

Phase 2: Anschlag

Mit dem letzten Armzug schlagen beide Hände gleichzeitig an. Der Körper gleitet noch ein Stück weiter Richtung Wand. Diese Bewegungsenergie wird für die Einleitung der Drehung verwendet.

Häufigster Fehler: Der Rhythmus passt nicht und der Schwimmer kommt zu dicht an die Wand oder ist zu weit von ihr entfernt.

Kippwende2
Frank Wechsel / spomedis Phase 2: Anschlagen.

Phase 3: Einleitung

Ein Arm wird aktiv nach unten von der Wand weggezogen und unter Wasser in die neue Schwimmrichtung gestreckt. Die zweite Hand drückt aktiv gegen die Wand und löst damit den Drehimpuls aus.

Häufigster Fehler: Beide Arme lösen sich gleichzeitig von der Wand.

Kippwende3
Frank Wechsel / spomedis Phase 3: Einleitung der Kippwende.

Phase 4: Kippbewegung

Die Füße werden nun Richtung Wand geführt. Der Körper befindet sich dabei in einer kompakten Hockhaltung. Gleichzeitig löst sich der zweite Arm von der Wand und wird bogenförmig über das Wasser geschwungen.

Häufigster Fehler: Die Körperhaltung ist nicht eng und kompakt.

Kippwende4
Frank Wechsel / spomedis Eine gut ausgeführte Kippwende beim Delfin- und Brustschwimmen ist schnell und effizient.

Phase 5: Füße an die Wand

Während der zweite Arm eintaucht, drückt die freie Hand den Körper mit nach oben gerichteter Handfläche nach unten. Der Körper befindet sich in einer stabilen, seitlichen Position und ist bereit für den Abstoß.

Häufigster Fehler: Der Schwimmer dreht nach dem Anschlag umgehend in die Bauchlage.

Kippwende5
Frank Wechsel / spomedis Phase 5: Füße an die Wand.

Phase 6: Abstoß

Der kräftige Abstoß erfolgt in Seitlage mit nach vorn gestreckten Armen. Erst in der Tauchphase dreht sich der Schwimmer in die Bauchlage und beginnt mit Delfinkicks oder dem Brust-Tauchzug.

Häufigster Fehler: Der Abstoß erfolgt nicht aus der Seitlage.

Kippwende6
Frank Wechsel / spomedis Phase 6: Abstoß.

Weiterführende Links Die perfekte Rollwende

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