Plus bei Schwimmabzeichen und Rettungsschwimmern | DLRG bildet mehr aus

Die DLRG hat im vergangenen Jahr mehr Schwimmabzeichen ausgegeben als 2022. Auch die Zahl der Rettungsschwimmer nahm zu.

DLRG / Daniel-André Reinelt 44.755 Kinder und Jugendliche erwarben 2023 das Seepferdchen.

Die Ausbilderinnen und Ausbilder der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben erneut mehr Kindern und Jugendlichen Schwimmen beigebracht. 2023 gaben sie nach eigenen Angaben insgesamt 94.784 Schwimmabzeichen in Bronze (auch Freischwimmer genannt), Silber und Gold aus. Das ist ein Plus von etwa 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eine vergleichbar hohe Anzahl an Abzeichen hatte es bei der DLRG zuletzt im Jahr 2018 (94.852) gegeben. Hinzu kommen 44.755 Seepferdchen, laut Verbandsangaben so viele wie seit zehn Jahren nicht. „Die Auswirkungen von Corona und auch der zwischenzeitlichen Energiesparmaßnahmen waren in der Schwimmausbildung deutlich spürbar. Die aktuellen Zahlen bestätigen, dass es wieder deutlich vorangeht“, sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt.

Die DLRG ist in Deutschland nicht die einzige Organisation, die Schwimmabzeichen vergibt. Auch die Vereine des Deutschen Schwimm-Verbands, die DRK-Wasserwacht und der Arbeiter-Samariter-Bund bieten entsprechende Schwimmkurse an. Teilweise können Prüfungen auch direkt bei einem Schwimmmeister abgelegt werden. Mehr Infos über die Anforderungen gibt es hier.

DLRG: Erfolgreiche Prüfungen 2023

Quelle: DLRG
20232022
Seepferdchen56.07256.248
Bronze44.75538.737
Silber30.74624.760
Gold19.28315.219
Juniorretter8.4596.920
Rettungsschwimmer Bronze22.58821.112
Rettungsschwimmer Silber45.52543.304
Rettungsschwimmer Gold3.4552.920

Abzeichentage im Juni

Erfreut zeigte sich Voigt, dass sich erneut viele Schwimmerinnen und Schwimmer zu Rettungsschwimmern ausbilden ließen. 45.525 erwarben im vergangenen Jahr das Rettungsschwimmabzeichen in Silber, das für die Badaufsicht qualifiziert. Damit legten rund 2.200 Menschen mehr als 2022 die Silber-Prüfung ab und so viele wie seit zehn Jahren nicht. „Es ist ein tolles Zeichen, dass so viele Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer Einsatz zeigen. Wir wollen keinen Strand unbewacht lassen. Daher möchten wir noch mehr Menschen ermutigen, sich zu qualifizieren und sich mit uns ehrenamtlich für die Gesellschaft zu engagieren“, sagte Vogt.

Um das Bewusstsein für die Sicherheit im Wasser zu schärfen, wird es noch vor dem Start der Sommerferien bundesweite Schwimmabzeichentage geben. Vom 9. bis 16. Juni stehen in zahlreichen Hallen- und Freibädern Prüfer bereit, um das Seepferchen sowie Schwimmabzeichen in Bronze, Silber und Gold abzunehmen.

Peter Jacob
Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.