Samstag, 18. Mai 2024

Märtens verpasst nächsten Rekord nur knapp – Kein Olympiaticket für Koch und Co.

Mit der nächsten Weltklasseleistung sorgt Lukas Märtens in Berlin für Aufsehen. Ganz anders lief es für Marco Koch über seine Paradestrecke.

Jule Radeck / spomedis Lukas Märtens zeigt auch über 200 Meter Rücken eine Topleistung.

Lukas Märtens hat seine herausragende Form auch über 200 Meter Rücken unter Beweis gestellt. Der Magdeburger schwamm am letzten Wettkampftag der Deutschen Meisterschaften in Berlin ein dominantes Finale und schlug in persönlicher Bestzeit an. In 1:56,00 Minuten steigerte der 22-Jährige seine Hausmarke um 0,18 Sekunden. Zum deutschen Rekord von Jan-Philipp Glania fehlte nicht viel. Dieser steht seit zwölf Jahren bei 1:55,87 Minuten.

Hinter Märtens schlugen Christian Diener (1:58,22 Minuten) und Cornelius Jahn (1:58,58 Minuten) als Zweiter und Dritter an. Beide verpassten damit die Olympianorm von 1:57,50 Minuten, was vor allem für Diener eine große Enttäuschung zu sein schien. Der Olympia-Siebte von Rio de Janeiro kämpfte auf der letzten Bahn mit hoher Frequenz, nach dem Finish stieg er mit leerem Blick aus dem Becken.

Auch Märtens, in Berlin in der Form seines Lebens, war nicht zu 100 Prozent zufrieden. Nach dem Anschlag zeigte er mit einer Fingergeste an: So knapp war es zum Glania-Rekord. „Ja, ich wollte den Rekord, aber jetzt ist es, wie es ist“, sagte Märtens nach seinem dritten Titel bei diesen Meisterschaften. „In Paris nehme ich mir eine 1:55er-Zeit vor, das sollte normalerweise fürs Finale reichen. Mehr ist mit meinem Trainingspensum nicht drin.“

Jule Radeck / spomedis Marco Koch wurde Zweiter über 200 Meter Brust.

Olympia findet ohne Marco Koch statt

Über 200 Meter Brust gab es weder für die Männer noch für die Frauen in Sachen Olympia-Ticket Erfolgreiches zu vermelden. Bei den Frauen freute sich Lena Ludwig über Gold und für sie sehr starke 2:27,45 Minuten. Silber sicherte sich Kim Emely Herkle in 2:29,69 Minuten vor Celina Schmidt (2:30,23 Minuten). Die Olympianorm über diese Strecke lag bei 2:23,91 Minuten.

Bei den Männern verpasste Marco Koch seinen zwölften DM-Titel über seine Paradestrecke seit 2008, stattdessen holte der Ex-Weltmeister Silber (2:13,19 Minuten). Gold sicherte sich Maximilian Pilger in 2:12,15 Minuten. Bronze ging an Volodymyr Lisovets aus Hamburg in 2:13,33 Minuten. Die Olympianorm lag hier bei 2:09,68 Minuten.

Peter Jacob
Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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