Optimales Atmen ist beim Kraulschwimmen ein Balanceakt aus Sauerstoffversorgung und Zeitverlust. So wenig wie möglich, so viel wie nötig, lautet die Devise.
Mit der Atmung beim Kraulschwimmen ist das so eine Sache. Einerseits kostet jeder Atemzug minimal Zeit und stört die flüssige Schwimmbewegung. Andererseits sind wir auf regelmäßiges Luftholen angewiesen, wenn wir mehr als 50 oder 100 Meter schwimmen. Die auf Hochtouren arbeitende Muskulatur lechzt nach Sauerstoff. Zweier- oder Dreierzug, lautet deshalb die Frage, die sich jeder Schwimmer einmal stellen muss.
Zweierzug bedeutet, dass auf jeden zweiten Armzug eingeatmet wird. Beim Dreierzug erfolgt die Atmung auf jeden dritten Armzug und damit wechselseitig nach links und rechts. Weniger atmen, also Vierer-, Fünfer- oder Sechserzug, ist auf die Dauer nicht sinnvoll, weil die Sauerstoffversorgung dann zu gering ist. Häufiger atmen wäre nur mit Einerzug möglich. Dieser ist technisch sogar machbar. Das viele Atmen und Drehen führt in der Praxis aber zu mehr Problemen als Vorteilen.