EM in Budapest
Pool-Wettbewerbe starten mit Weltrekord – Hosszu holt EM-Titel Nummer 35

Katinka Hosszu hat bei der EM in Budapest ihren nächsten Titel abgeräumt. Für das Highlight sorgte aber ein Russe im 50-Meter-Rücken-Halbfinale.

Ohne Zuschauer, aber mit einem Paukenschlag haben in Budapest die Beckenwettbewerbe der 35. Schwimm-Europameisterschaften begonnen. In der riesigen, jedoch fast menschenleeren Duna-Arena schwamm der Russe Kliment Kolesnikov Weltrekord über 50 Meter Rücken. In 23,93 Sekunden blieb der 20-Jährige im Halbfinale als erster Mensch unter der Marke von 24 Sekunden. Die bisherige Bestmarke (24,00 Sekunden) hatte Kolesnikov selbst vor drei Jahren bei der EM in Glasgow aufgestellt. Das Finale über die nicht-olympische Strecke findet am Dienstagabend statt.

Malyutin überholt Wellbrock in der Weltrangliste

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Den ersten Pool-Titel dieser EM hatte sich kurz zuvor Katinka Hosszu gesichert. Die Lokalmatadorin siegte zum vierten Mal seit 2012 über 400 Meter Lagen. In 4:34,76 Minuten verwies die Olympiasiegerin Landsfrau Viktoria Mihalyvari sowie die Britin Aimee Willmott auf den Silberrang. Beide schlugen zeitgleich in 4:36,81 Minuten an. Die deutsche Vertreterin Zoe Vogelmann konnte sich über ihr ersten EM-Finale freuen. Die 17-Jährige schwamm in 4:45,61 Minuten zwei Sekunden langsamer als im Vorlauf und wurde Siebte. Für Hosszu war es bereits der 15. EM-Titel auf der Langbahn. Die ersten drei hatte sie 2010 ebenfalls in Budapest geholt. Auf der Kurzbahn triumphierte sie bereits 20 Mal.

Über 400 Meter Freistil ließ Martin Malyutin alle Konkurenten hinter sich. Der Russe gewann in 3:44,18 Minuten Gold vor Felix Auböck aus Österreich, der das Ziel nach 3:44,63 Minuten erreichte. Bronze holte Danas Rapsys in 3:45,39 Minuten. Der Litauer hatte das Finale zunächst dominiert, dann aber seinem hohen Anfangstempo Tribut zahlen müssen. Mit seiner Siegerzeit schob sich Malyutin an Florian Wellbrock vorbei an die Spitze der Weltrangliste. Der Magdeburger, in Budapest nur im Freiwasser am Start, war im April in 3:44,35 Minuten die bisher schnellste Zeit des Jahres geschwommen.

DSV: Vierfach-Aus im Halbfinale

Zum Abschluss des Tages gingen über 4 x 100 Meter Freistil Gold, Silber und Bronze an die Schwimmerinnen aus Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich. Mit fliegendem Start sorgte Femke Hemskerk in 51,99 Sekunden für die schnellste Einzelleistung. Bei den Männern gewann Russland den Titel vor Großbritannien und Italien. Hier war es der russische Schlussschwimmer Kolesnikov, der in 47,10 Sekunden die Topzeit erzielte.

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Für die vier deutschen Halbfinal-Teilnehmer war bereits heute Endstation. Sowohl Jessica Felsner über 50 Meter Freistil (Platz 16 in 25,14 Sekunden), Marek Ulrich über 50 Meter Rücken (Platz neun in 25,03 Sekunden), Angelina Köhler über 100 Meter Schmetterling (Platz zwölf in 58,64 Sekunden) als auch Lucas Matzerath über 100 Meter Brust (Platz elf in 59,65 Sekunden) verpassten den Sprung in die Endläufe am Dienstag.

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