Herzschlagfinale
Isabel Gose gewinnt EM-Bronze

In einem Herzschlagfinale hat Isabel Gose die erste Medaille für das deutsche Team bei den Kurzbahn Europameisterschaften gewonnen. Die Magdeburgerin schwamm in Kasan zu Bronze.

Andrea Staccioli / Deepbluemedia / Insidefoto Isabel Gose (rechts) gewinnt in Kasan EM-Bronze über 800 Meter Freistil hinter Anastasia Kirpichnikova (Mitte) und Simona Quadarella (links).

Am zweiten Tag der Kurzbahn-Europameisterschaften gab es die erste Medaille auf dem Konto des deutschen Teams. Über 800 Meter Freistil schwamm Isabel Gose in einem Anschlagfinale auf den dritten Platz. In 8:10,60 Minuten pulverisierte die 19-Jährige ihre Bestzeit um sechs Sekunden.

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Gold über über diese Strecke ging an Anastasia Kirpichnikova aus Russland, die das Rennen von Beginn an anführte und die Wand nach 800 Metern nach 8:04,65 Minuten berührte. Knapper war jedoch die Entscheidung um Platz zwei. Die Italienerin Simona Quadarella und Gose schwammen Seite an Seite, Quadarella wendete immer nur wenige Hundertstel vor der Deutschen. So blieb es bis zum Zielanschlag, am Ende gewann die 1.500-Meter-Freistil-Weltmeisterin von 2019 den Zweikampf und schwamm sechs Hundertstel vor Gose in 8:10,54 Minuten auf den zweiten Platz.

Braunschweig schwimmt auf Platz sieben

Sarah Sjöström, die sich im Februar bei einem Sturz einen Ellenbogenbruch zuzog, scheint ihre Verletzung überwunden zu haben. Über 50 Meter Freistil wackelte die Schwedin am Weltrekord und verpasste die Zeit nur knapp um neun Hunderstel. In 23,12 Sekunden lies sie die zweitplatzierte Katarzyna Wasick aus Polen 3,7 Zehntel hinter sich.

In seinem Finale über 50 Meter Rücken steigerte Ole Braunschweig seine Halbfinalzeit um 0,1 Sekunden auf 23,28 Sekunden und schwamm damit auf den siebten Rang. Gold ging hier an den Weltrekordhalter auf der Langbahn: Kliment Kolesnikov aus Russland schlug nach 22,47 Sekunden vor allen anderen an.

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Weltrekord über 4 x 50 Meter Lagen

Über 4 x 50 Meter Lagen schwammen die italienischen Männer zum ersten Weltrekord der Kurzbahn-Europameisterschaften. In 1:30,14 Minuten waren Michele Lamberti, Nicolo Martinenghi, Marco Orsi und Lorenzo Zazzeri nicht zu schlagen. Das Team unterbot die bisherige Bestleistung der russischen Mannschaft um 33 Hundertstel. Silber ging an Russland in 1:30,79 Minuten, das Podium komplettierten die Männer aus den Niederlanden in 1:32,16 Minuten.

DSV-Starter scheiden im Halbfinale aus

Über 200 Meter Schmetterling verpassten die beiden deutschen Starterinnen Angelina Köhler und Leonie Kullmann das Finale. Kullmann schwamm in 2:12,65 Minuten auf Rang 14, Köhler belegte in der Endabrechnung Platz zehn (2:09,52 Minuten). Ebenfalls im Halbfinale startete Marco Koch. Über seine Nebenstrecke 100 Meter Brust belegte er nach 58,09 Sekunden den 15. Platz. Auch Jenny Mensing verpasste über 200 Meter Rücken die Endrunde und schied nach 2:09,12 Minuten als 13. aus.

Weiter geht es in Kasan am Donnerstag um 8:00 Uhr deutscher Zeit mit dem nächsten Vorlaufabschnitt. Hier gibt es die Links zum Livestream und den Ergebnissen.

Die Europameister am Mittwoch:
50 Meter Freistil Frauen: Sarah Sjöström (SWE) 23,12
50 Meter Rücken Männer: Kliment Kolesnikov (RUS) 22,47
100 Meter Brust Frauen: Martina Carraro (ITA) 1:04:01
100 Meter Schmetterling Männer: Szebasztian Szabo (HUN) 49,68
800 Meter Freistil Frauen: Anastasia Kirpichnikova (RUS) 8:04,65
4 x 50 Meter Lagen Männer: Italien 1:30,14 (WR)

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