Dienstag, 16. Juli 2024

Gose und Köhler schwimmen Weltjahresbestzeiten | Schwarz hängt Wellbrock zweimal ab

Bei den Deutschen Meisterschaften auf der Kurzbahn schwammen sich am vergangenen Wochenende gleich mehrere deutsche Athleten an die Spitze der Weltjahresbestenliste.

Sven Schwarz
Peter Jacob Sven Schwarz setzte sich über 800 Meter Freistil gegen Florian Wellbrock durch.

Angelina Köhler steht nach den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal auch im internationalen Vergleich glänzend da. Nach ihrer Weltjahresbestzeit über 200 Meter Schmetterling schwamm die Neuköllnerin auch über 100 Meter Schmetterling (57,22 Sekunden) so schnell wie noch keine Frau in diesem Jahr. Zudem schlug Köhler über 50 Meter Schmetterling in 25,70 Sekunden mit der weltweit zweitbesten Zeit des Jahres an. In allen drei Rennen reichte es für die 23-Jährige souverän zur Goldmedaille. Einen weiteren Titel gewann Köhler über 50 Meter Freistil, die sie in 24,05 Sekunden für sich entschied. Mit ihrer vier Triumphen kürte sich die Sprinterin zur erfolgreichsten Schwimmerin in Wuppertal. Bei den Männern stand Chad le Clos am häufigsten ganz oben auf dem Podest. Der in Frankfurt bei Ex-Bundestrainer Dirk Lange schwimmende Südafrikaner war über 50, 100 und 200 Meter Freistil sowie über 50 und 100 Meter Schmetterling nicht zu bezwingen.

Rund zweieinhalb Wochen vor den Kurzbahn-Europameisterschaften in Otopeni (Rumänien) war in der Schwimmoper auch Isabel Gose schnell unterwegs. In 3:59,72 Minuten gelang der Magdeburgerin über 400 Meter Freistil die bisher weltweit einzige Zeit auf der Kurzbahn unter vier Minuten. An ihrem eigenen deutschen Rekord (3:58,91 Minuten) schrammte sie nur knapp vorbei. In Goses Schlepptau hielt Maya Werner überraschend lange mit. Am Ende freute sich die junge Heidelbergerin über Silber und eine starke Zeit von 4:03,78 Minuten.

Für Gose gab es zudem über 1.500 Meter Freistil Grund zum Jubeln. Den langen Kanten bewältigte sie in Weltjahresbestzeit von 15:25,50 Minuten. Dabei steigerte sie ihre persönliche Bestleistung um satte 24 Sekunden. Der deutsche Rekord von Sarah Wellbrock (15:18,01 Minuten) scheint für Gose nicht mehr unerreichbar.

Spannendes Duell über 800 Meter

Ein hochklassiges Duell durften die Schwimmfans in der Wuppertaler Schwimmoper über 800 Meter Freistil der Männer beobachten. Florian Wellbrock und Sven Schwarz gingen nebeneinander ins Rennen, schwammen lange Zeit Kopf an Kopf. Dann erhöhte der Hannoveraner das Tempo und setzte sich schließlich von Wellbrock ab. Nach 7:34,05 Minuten schlug Schwarz als Erster an und verwies den Deutschen Rekordhalter in 7:36,93 Minuten auf Platz zwei. Das Podium komplettierte Henning Mühlleitner in 7:45,92 Minuten.

Auch über die halbe Distanz entschied Schwarz das Rennen für sich. Nach 3:42,90 Minuten beendete er das Rennen deutlich vor Mühlleitner (3:47,26 Minuten). Florian Wellbrock, der zunächst geführt hatte, schlug hinter Simon Reinke (3:48,40 Minuten) als Vierter an.

Philip Heintz schwimmt mit

Im Rahmen der Deutschen Meisterschaften gratulierte der DSV Alexandra Wenk, Robin Backhaus und Philip Heintz zum Ende ihrer erfolgreichen Karrieren im Leistungssport. Philip Heintz ließ es sich dabei nicht nehmen, auch sportlich ins Wuppertaler Becken zu springen. Mit Platz zwei über 100 Meter Schmetterling und zwei Goldmedaillen mit den Staffeln von Aqua Köln bewies der frühere Lagenspezialist, dass er immer noch nationale Spitze ist.

Jule Radeck
Jule Radeck
Jule Radeck studierte Sportwissenschaften, bevor sie als Volontärin nach Hamburg zog. In ihrer Freizeit findet man sie oft im Schwimmbecken, manchmal auf dem Fahrrad und selten beim Laufen.

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