Freitag, 19. Juli 2024

So schnell war dieses Jahr noch keine | Angelina Köhler sorgt für Ausrufezeichen auf der Kurzbahn

Noch bis Sonntag messen sich in Wuppertal die besten deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer. Für ein Ausrufezeichen sorgte am Donnerstag Angelina Köhler.

Angelina Köhler
Jo Kleindl Weltjahresbestzeit über 200 Meter Schmetterling: Angelina Köhler.

Am ersten Tag der deutschen Meisterschaften auf der Kurzbahn in Wuppertal sorgte Angelina Köhler für den Glanzpunkt – und das auf ungewohnt langer Strecke. Über 200 Meter Schmetterling setzte sich die Hannoveranerin aber nicht nur souverän gegen die Konkurrenz durch. Rund drei Wochen vor den Kurzbahneuropameisterschaften in Rumänien übernahm die 23-Jährige mit ihrer Zeit von 2:06,47 Minuten auch Platz eins der aktuellen Weltjahresbestenliste. Ob Köhler bei der EM allerdings über 200 Meter antreten wird, ist eher unwahrscheinlich. Als Sprinterin ist sie eher auf den 50 und 100 Metern zu Hause. Die Silbermedaille sicherte sich in Wuppertal Alina Bayevich. In 2:07,39 Minuten schwamm das aktuell erfolgreichste deutsche Talent einen neuen Altersklassenrekord für 14-Jährige.

Im Finale der Männer setzte sich Köhlers Mannschaftskollege Ramon Klenz in 1:53,37 Minuten gegen seinen Konkurrenten David Thomasberger (1:54,88 Minuten) durch. Im internationalen Vergleich reiht sich Klenz damit auf dem zweiten Platz der europäischen Jahresbestenliste ein. Schneller war bisher nur der Italiener Federico Burdisso (1:53,21 Minuten).

Junge Talente lassen aufhorchen

Auf sich aufmerksam machten am ersten Wettkampftag in Wuppertal neben der 14-jährigen Bayevich auch weitere Talente. Über 800 Meter Freistil schwamm Julia Ackermann in 8:24,12 Minuten zu ihrem ersten nationalen Titel in der offenen Klasse. Marian Plöger, die bei der Junioren-Europameisterschaft noch vor Ackermann anschlug, schwamm über diese Strecke hinter Leonie Kullmann (8:28,66 Minuten) auf den dritten Platz (8:34,45 Minuten). Starke Leistungen, die mit neuen Altersklassenrekorden belohnt wurden, zeigten Laurus Thiel und Emilian Hollank. Während Thiel über 100 Meter Freistil in 49,84 Sekunden zu einer neuem Bestmarke für 14-Jährige sprintete, verbesserte Hollank im Finale über 100 Meter Brust seinen erst im Vorlauf aufgestellten Rekord in der Altersklasse 17 um eine Hundertstel auf 59,83 Sekunden.

Jule Radeck
Jule Radeck
Jule Radeck studierte Sportwissenschaften, bevor sie als Volontärin nach Hamburg zog. In ihrer Freizeit findet man sie oft im Schwimmbecken, manchmal auf dem Fahrrad und selten beim Laufen.

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