Phelps, Biedermann, Pellegrini
Die ältesten Weltrekorde

Bei internationalen Großereignissen wie den Olympischen Spielen ist die Jagd auf Rekorde eröffnet. Wir haben uns die ältesten Weltrekorde auf der Langbahn angeschaut.

Wer erinnert sich noch an die Olympischen Spiele 2008 in Peking? Ausnahmeschwimmer Michael Phelps gewann acht Goldmedaillen und stellte sieben Weltrekorde auf. Die meisten Bestmarken der Hightech-Ära wurden mittlerweile gebrochen, über 400 Meter Lagen (4:03,84 Minuten) hält Michael Phelps heute noch den Weltrekord, den er am 18. August 2008 aufstellte. Auch die Rekorde der Staffeln über 4 x 100 Meter Freistil, 4 x 200 Meter Freistil und 4 x 100 Meter Lagen, an denen Michael Phelps 2008 beteiligt war, bestehen noch heute. 

Der Weltrekord über 400 Meter Lagen geriet bis heute niemals wirklich in Gefahr. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London schwamm Ryan Lochte 4:05,18 Minuten und ist damit bis heute der zweitschnellste Schwimmer über diese Strecke. Er blieb aber dabei 1,38 Sekunden langsamer als sein Landsmann vier Jahre zuvor. Der deutsche Rekordhalter Jacob Heidtmann (4:12,08 Minuten) ist auf Platz 39 der ewigen Liste der besten 400-Meter-Lagen-Schwimmer.

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Zwei Weltrekorde in drei Tagen

Ein Jahr jünger als der Rekord von Phelps sind die Weltrekorde von Paul Biedermann über 200 und 400 Meter Freistil, ebenfalls noch im Hightechanzug. 2009 bei den Weltmeisterschaften in Rom schwamm Biedermann erst über 400 Meter Freistil zu einem neuen Weltrekord. Er unterbot die alte Weltrekordzeit von Ian Thorpe um 0,01 Sekunden. Nur zwei Tage später besiegte Biedermann US-Star Phelps über die halbe Distanz und stellte in 1:42,00 Minuten einen weiteren Weltrekord auf, der bis heute besteht. Yannick Agnel kam bei den Olympischen Spielen 2012 bis auf 1,14 Sekunden an Biedermanns Zeit heran, niemand brachte die Marke seitdem in Gefahr.

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Paul Biedermann siegt bei der WM 2009 über 200 Meter Freistil – in Weltrekordzeit

Auch die Rekorde über 50 Meter Freistil und 100 Meter Freistil stellte der Brasilianer César Cielo Filho im letzten Jahr der Wunderanzüge auf. Über 100 Meter verpasste US-Sprinter Caeleb Dressel die Rekordmarke bei der WM 2019 um nur 5 Hundertstel, über 50 Meter fehlten dem Kurzbahn-Weltrekordhalter 1,3 Zehntel. Weitere Einzel-Weltrekorde aus dem Jahr 2009 halten der Chinese Zhang Lin über 800 Meter Freistil (7:32,12 Minuten) und Aaron Peirsol aus den USA über 200 Meter Rücken (1:51,92 Minuten). Deutschlands Langstrecken-Talent Florian Wellbrock ist mit seiner Bestzeit von 7:43,03 Minuten mehr als 10 Sekunden von Lins Zeit entfernt.

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Pellegrini mit Weltrekord bei Heimspiel

So alt wie die Weltrekorde von Biedermann ist auch der älteste Weltrekord bei den Frauen: Die Italienerin Federica Pellegrini schwamm bei den Weltmeisterschaften 2009 in Rom über 200 Meter Freistil schneller als jemals eine Frau vor oder bis heute nach ihr, an die Zeit von 1:52,98 Minuten kamen die Amerikanerinnen Allison Schmitt (2012) und Katie Ledecky (2016) nur bis auf 0,63 beziehungsweise 0,75 Sekunden heran. Der Deutsche Rekord von Annika Liebs über diese Strecke liegt seit 2007 bei 1:55,68 Minuten. Auch an die Weltrekordzeit über 200 Meter Schmetterling kam nach Ende der Hightech-Ära keine Schwimmerin mehr heran. Die Chinesin Liu Zige schwamm im Dezember 2009 2:01,81 Minuten und verbesserte den Weltrekord der Australierin Jessica Schipper um 1,6 Sekunden, seitdem schwamm keine Schwimmerin mehr so schnell.

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