Australiens Traumpool
Bahnen ziehen am Bondi Beach

Wer einmal im Leben nach Australien kommt, sollte unbedingt am berühmten Bondi Beach vorbeischauen. Dort herrschen nicht nur für Surfer, sondern auch für Schwimmer paradiesische Bedingungen.

Am weltberühmten Bondi Beach in Sydney trifft man bei einem Strandspaziergang nicht nur unzählige Surfer, die an diesem Hotspot des Wellenreitens auf die perfekte Welle lauern. Am südlichen Ende des rund 1.500 Meter langen Strandabschnitts springt dem Besucher auch ein Clubgebäude mit zwei außergewöhnlichen Swimming Pools direkt am Südpazifischen Ozean ins Auge. Vor allem der mit Meerwasser gefüllte 50-Meter-Pool des “Bondi Icebergs Club” sollte eigentlich auf die Bucket List eines jeden Schwimmers gehören. Er ist mittlerweile mindestens genauso beliebtes Instagram-Motiv wie der legendäre Strand selbst, der übrigens offizielles Nationalerbe ist.

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Wer auf die an manchen Tagen extreme Strömung und die großen Wellen des Ozeans verzichten und dennoch in direkter Nähe zum Meer seine Bahnen ziehen möchte, ist im Becken der “Bondi Icebergs” optimal aufgehoben. Zwar ist es nicht ungewöhnlich, dass die hin und wieder eine Welle das Becken mit frischem Salzwasser füllt, jedoch im Vergleich zum offenen Meer kann es einen dabei lediglich ein Stück weit auf die Bahn des Nebenschwimmers drücken. Auch die sonst nicht ganz unwahrscheinliche Begegnung mit einem Hai ist im Becken des Clubs nahezu ausgeschlossen.

Debra Law / Dreamstime

Erschwinglicher Eintritt in den Traumpool

Ein Problem mit kaltem Wasser sollten Sie nicht haben, wenn Sie hier im Urlaub schwimmen möchten. Je nach Strömung, Wind und Jahreszeit liegt die Temperatur des türkisblauen Wassers bei rund 15 Grad oder darunter. Immerhin ist die Schwimmeinheit mit der einmalig schönen Aussicht für australische Verhältnisse geradezu erschwinglich. Für ein 45-Minuten-Zeitfenster werden neun australische Dollar – umgerechnet etwa 5,50 Euro – fällig. Neben dem großen Becken gibt es noch einen kleineren Pool für Kinder zum Baden und Planschen. In Zeiten von Corona, aber auch sont, kann der Besuch im Traumbad nicht immer von jetzt auf gleich garantiert werden. Zwei bis drei Tage vorher sollten Sie sich ein Zeitfenster in der einmaligen Anlage reservieren.

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Meerwasserschwimmbecken haben in Australien eine rund 200-jährige Tradition. Berichten zufolge entstand der erste Pool im Land 1819. Der englische Generalleutnant James Morisset ließ am Strand von Newcastle knapp 150 Kilometer nördlich des Bondi Beach ein Becken in den Fels sprengen, das dann von Häftlingen des ortsansässigen Gefängnisses begradigt werden musste. Bis heute sind mehr als 1.000 Meerwasserpools im gesamten Land entstanden. Vor allem in den 1920er- und 1930er-Jahren gab es einen regelrechten “Ocean-Pool-Boom”. Viele Becken sind im Lauf der Jahre vernachlässigt und geschlossen worden. Auch das Becken am Bondi Beach ist einigen Erfahrungsberichten zufolge schon etwas in die Jahre gekommen. Dem Hype um die Location tat das dennoch keinen Abbruch.

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