Erst länger, dann kürzer: Pyramiden sind eine effektive Trainingsform und bieten sich für Schnelligkeitsübungen und für das Ausdauertraining an.
Beim Schwimmen sind Pyramiden eine besonders vielseitige Trainingsform, mit der man schnell auf stattliche Anzahl Trainingskilometer kommt. Bei dieser Übung werden die Streckenlängen systematisch gesteigert und anschließend wieder verkürzt – wie bei einer Pyramide eben. Der große Vorteil: Je nach Aufgabenstellung können Pyramiden sowohl beim Ausdauer- als auch beim Schnelligkeitstraining zum Einsatz kommen oder beide Formen miteinander kombinieren. Nicht zu vergessen die mentale Komponente: Gerade weil sich die Distanzen ständig verändern, bleibt das Training kurzweilig und fordert sowohl das Tempogefühl als auch die Fähigkeit, sich schnell auf neue Belastungen einzustellen.
Die folgenden 5 Trainingspyramiden zwischen 250 und 3.000 Metern lassen sich gut in Kraul absolvieren. Die Pausenzeit ist jeweils in der Klammer angegeben. Mit etwas Erfahrung lässt sich jede Pyramide an individuelle Bedürfnisse anpassen. Arme, Beine, verschiedene Schwimmarten und wechselnde Geschwindigkeiten bieten viele Optionen.
1. 25 – 50 – 100 – 50 – 25 Meter (Pause: 20 s)
Diese kurze 250-Meter-Pyramide eignet sich ideal als Einstieg in eine Trainingseinheit oder als aktivierender Bestandteil im Aufwärmprogramm. Die 25 Meter können zügig angeschwommen werden, bevor über 50 und 100 Meter der Fokus zunehmend auf Rhythmus und saubere Technik gelegt wird. Auf dem Rückweg – also bei 50 und 25 Metern – bietet es sich an, das Tempo wieder leicht zu erhöhen und die Zugfrequenz anzupassen. So entsteht ein spielerischer Wechsel aus Technik und Geschwindigkeit. Wer mag, kann die Pyramide gleich zweimal schwimmen.