Weltweit wurden 2025 mehr als 5.000 Dopingtests im Schwimmsport durchgeführt – die allermeisten mit negativem Ergebnis.

Der Schwimm-Weltverband World Aquatics und die International Testing Agency (ITA) haben Zahlen zu ihrem weltweiten Anti-Doping-Programm vorgelegt. Demnach wurden 2025 über alle Schwimmsportdisziplinen hinweg insgesamt 5.345 Dopingtests bei 1.786 Athleten (51 Prozent weiblich und 49 Prozent männlich) durchgeführt.
Etwas mehr als 4.000 Analysen fanden im Kontext der Weltmeisterschaften 2025 in Singapur statt. Die Tests wurden sowohl bei Wettkämpfen als auch „out of competition“ durchgeführt. Insgesamt ist die Zahl der Tests leicht rückläufig. 2024 waren es noch 5.568 und im Jahr davor 5.437.
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China im Fokus der Kontrolleure
Wie viele Tests im letzten Jahr positiv ausfielen, wurde nicht mitgeteilt. Allerdings ist die Zahl der Sanktionen insgesamt überschaubar. So werden auf der Website der Aquatics Integrity Unit aktuell 26 Fälle aus verschiedenen Jahren gelistet. Sieben davon betreffen Schwimmerinnen und Schwimmer, außerdem sind zwei Wasserspringer und 17 Trainer bzw. Funktionäre betroffen. Abgesehen von Olympiasiegerin Penny Oleksiak und der türkischen Schwimmerin Viktoria Gunes (beide verpassten innerhalb eines Jahres drei Kontrollen) sind die meisten Namen eher unbekannt.
Von den deutschen Athleten wurden Florian Wellbrock (13 Tests), Lukas Märtens (11 Tests) und Isabel Gose (10 Tests) am häufigsten kontrolliert. Alle drei gewannen bei den Weltmeisterschaften mindestens eine Goldmedaille. Wellbrock war auch vor Olympia der am häufigsten kontrollierte Schwimmer aus Deutschland.
2025 | Dopingtests bei deutschen Top-Schwimmern
Quelle: Aquatics Integrity Unit| Name | Anzahl Dopingstests |
|---|---|
| Florian Wellbrock | 13 |
| Lukas Märtens | 11 |
| Isabel Gose | 10 |
| Celine Rieder | 9 |
| Anna Elendt | 9 |
| Lucas Matzerath | 8 |
| Angelina Köhler | 8 |
| Sven Schwarz | 8 |
| Melvin Imoudu | 7 |
| Johannes Liebmann | 7 |
| Nina Holt | 7 |
| Oliver Klemet | 6 |
| Luca Armbruster | 6 |
| Cedric Büssing | 6 |
| Noelle Benkler | 6 |
| Lea Boy | 5 |
| Maya Werner | 5 |
| Josha Salchow | 5 |
| Vincent Passek | 5 |
| Ole Braunschweig | 5 |
| Jeannette Spiwoks | 4 |
| Jan Malte Gräfe | 4 |
| Lise Seidel | 4 |
| Arne Schubert | 4 |
Im internationalen Vergleich liegen die deutschen Topschwimmerinnen und Topschwimmer damit im Mittelfeld. Besonders im Fokus lagen 2025 die Sportlerinnen und Sportler aus China, sicherlich auch wegen des letzten Dopingskandals. Im Ranking der Athleten mit den meisten Dopingtests belegen chinesische Athleten die Plätze 1 bis 21. Am häufigsten kontrolliert wurde Brustschwimmer Haiyang Qin, der 24-mal zur Dopingprobe musste.
