Nach einer Saison ohne Wettkämpfe greifen Adam Peaty und Sarah Sjöström dieses Jahr wieder an. Das Ziel ist klar und liegt in den USA: Olympia 2028.
Sie zählen zu den erfolgreichsten europäischen Schwimmstars und haben wieder richtig Bock auf ihren Sport: Adam Peaty und Sarah Sjöström sind zurück im Pool.
Nach mehreren Testwettkämpfen und einem Triathlon startete Adam Peaty am Dienstag und Mittwoch bei den britischen Meisterschaften in London. Im Olympiapool von 2012 ließ der Sprinter der deutlich jüngeren Konkurrenz über seine Paradestrecken 50 und 100 Meter Brust keine Chance. 26,64 Sekunden benötigte der 31-Jährige für den kurzen Sprint, die 100 Meter schwamm er in 58,97 Sekunden. Danach sagte er: „Mein Job ist erledigt, jetzt geht es in die Nachbesprechung und dann sehen wir, wie es weitergeht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich diese Zeit schwimmen kann. Aber das ist erst die Basis. Jetzt geht es darum, wie ich wieder eine niedrige 57 erreiche.“
Comeback nach Promi-Hochzeit
Peaty, der seit Dezember mit Holly Ramsay, der Tochter von Star-Koch Gordon Ramsay verheiratet ist, und mit vollem Namen Adam Ramsay-Peaty heißt, ist nach seinen Siegen für die Europameisterschaften in Paris qualifiziert. Bereits viermal (2014, 2016, 2018 und 2020) ist ihm dort das Gold-Double über 50 und 100 Meter Brust gelungen. Auf beiden Strecken hält Peaty seit mehreren Jahren die Weltrekorde (25,95 und 56,88 Sekunden). Bereits vor einiger Zeit sagte der Schwimmstar, dass er große Motivation aus der IOC-Entscheidung zieht, die 50 Meter Brust ins Olympiaprogramm der Spiele 2028 in Los Angeles aufzunehmen.
Sjöström beim Rückkehr auf Platz zwei
Auf einem guten Weg zurück an die Spitze ist auch Sarah Sjöström. Sieben Monate nach der Geburt ihres ersten Kindes feierte die 32-jährige Schwedin ihr Comeback am vergangenen Wochenende bei den Swim Open in Stockholm. Im Schatten des Europarekords von Johannes Liebmann gelang Sjöström über 50 Meter Freistil in 24,36 Sekunden ein respektables Ergebnis. Bei ihrem einzigen Start musste sich die dreifache Olympiasiegerin lediglich Siobhan Haughey aus Hongkong geschlagen geben, die 0,02 Sekunden schneller schwamm.
An ihren 50-Meter-Weltrekord (23,61 Sekunden) kam Sjöström wie erwartet nicht heran. Vor Stockholm erklärte sie, dass sie sich Stück für Stück Richtung EM 2026 und WM 2027 steigern wolle. In Los Angeles plant sie aktuell Starts über 50 Meter Freistil und 50 Meter Schmetterling. Tritt sie an, wären es ihre sechsten Spiele.