Nach kurzer Krankheit ist Lukas Märtens zurück im Wettkampfpool. In Norwegen überzeugte der Magdeburger mit einem deutschen Rekord.
Nach einem durch Krankheit ausgebremsten Auftritt zuletzt in Stockholm hat sich Lukas Märtens eindrucksvoll zurückgemeldet. Beim Bergen Swim Festival in Norwegen zeigte sich der Olympiasieger am Wochenende wieder in Topform. Über 200 Meter Rücken schlug der Magdeburger in 1:55,85 Minuten an und unterbot damit den 14 Jahre alten deutschen Rekord von Jan-Philip Glania um zwei Hundertstelsekunden. Gleichzeitig erfüllte er souverän die Norm für die Europameisterschaften in Paris. „Einen würdigeren Nachfolger hätte es wohl kaum geben können“, gratulierte Glania via Instagram. Die 200 Meter Rücken sind für Märtens so etwas wie eine heimliche Lieblingsstrecke. Bei den Olympischen Spielen in Paris belegte er über diese Distanz den achten Platz.
Josha Salchow sprintet zur EM
Auch an den weiteren Wettkampftagen bestätigte Märtens seine solide Verfassung. Über 200 und 400 Meter Freistil blieb er mit 1:45,67 und 3:44,29 Minuten im Bereich seiner Saisonbestzeit von den China Open (1:45,22 und 3:43,04 min). Frisch aus dem Höhentrainingslager hatte Märtens in Asien im März nicht nur starke Leistungen im Becken gezeigt, sondern für drei Starts auch rund 40.000 US-Dollar verdient.
Die aktuellen Ergebnisse in Norwegen sollten ihm Selbstvertrauen für die am Donnerstag beginnenden Deutschen Meisterschaften in Berlin geben. Dort wird Märtens über 400 und 800 Meter Freistil an den Start gehen.
Neben Märtens überzeugte in Bergen auch Josha Salchow. Der Heidelberger schwamm über 100 Meter Freistil in 48,49 Sekunden auf Rang zwei und unterbot damit ebenso die EM-Norm wie über 50 Meter Schmetterling (23,42 Sekunden).