Montag, 11. Dezember 2023
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Der eigenen Entwicklung voraus

Schwimmer bekommen den Spiegel der Leistungsfähigkeit fast täglich vor Augen geführt. Leistungsorientiertes Schwimmen beinhaltet die regelmäßige Konfrontation mit der Trainingsuhr am Beckenrand oder den erzielten Wettkampfzeiten. Diese objektive Aussage über die persönliche Leistung macht diesen Sport für viele Menschen so reizvoll und ist nicht selten überhaupt der Grund für den Einstieg in das regelmäßige Training.

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Ganz gleich, ob man als junger Schwimmer spürt, wie groß die Leistungsfortschritte sein können oder als etwas älterer Einsteiger von der eigenen, späten Entwicklung geradezu begeistert ist. Die Objektivität der Leistungsbeurteilung lässt den Schwimmsport auch zu einem interessanten Beobachtungsfeld über die Veränderungen in der Leistungsfähigkeit der Sportler mit zunehmendem Alter werden.

Schwimmsportler zwischen 20 und 30

Die Leistungsfähigkeit der 20- bis 30-Jährigen ist gekennzeichnet durch eine hohe Belastungsverträglichkeit. In keiner anderen Lebensphase werden Trainingsreize so gut verkraftet – sowohl in der Häufigkeit als auch in der Intensität. Der Grund dafür liegt unter anderem in der hohen Ausschüttung von Testosteron und dem Hormon HGH (Human Growth Hormon), welches die Kraftfähigkeiten stark beeinflusst.

Forscher haben ermittelt, dass das HGH-Level im Blut bei Männern in dieser Phase bei 6 Nanogramm pro Milliliter liegt. Zum Vergleich: Bis zum 40. Lebensjahr reduziert sich dieser Wert auf etwa 3 Nanogramm. Die Entwicklung der Kraft ist demzufolge ein wesentlicher Schwerpunkt und gibt Spätstartern Hoffnung, auch mit Mitte Zwanzig noch zu den Sportkameraden aufschließen zu können. Mit einer guten Kraftgrundlage schaffen Sie zudem die Basis für viele Jahre auf sportlich hohem Niveau.

Trainingstipps:

Es ist die Zeit der Chancen! Entwickeln Sie Ihre Technik weiter und setzen Sie auf einen hohen Anteil spezifischen Trainings. Sowohl im als auch außerhalb des Pools können Sie jetzt einen hohen Umfang realisieren. Unterstützen Sie das hohe Trainingsvolumen durch proteinreiche Ernährung und einen gesunden Lebensstil. Viele prominente Beispiele aus dem Spitzensport zeigen, wie groß die Entwicklungssprünge in dieser Phase noch sein können. Lassen Sie zudem das begleitende Krafttraining von einem Experten planen, damit Sie sowohl kurz- als auch langfristig strukturiert trainieren.

Erfahren Sie in der nächsten Woche mehr über das Schwimmtraining im Alter zwischen 30 und 50 (Teil 2). Im Anschluss folgt Teil 3 zu den Altersklassen 50 bis 60 und 60+.

Holger Lüning
Holger Lüninghttps://holgerluening.de/
Holger Lüning ist Sportwissenschaftler und Schwimmtrainer mit rund 30 Jahren Erfahrung im Hochleistungssport. Er schwamm er in der Bundesligamannschaft des EOSC Offenbach und gewann im Masterbereich zahlreiche Meistertitel.

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