"Ja, ich werde da sein"
Sarah Sjöström plant trotz OP fest mit Olympiastarts

Knapp drei Monate nach ihrer Ellbogen-OP ist Sarah Sjöström optimistisch, dass sie bei Olympia starten wird.

Sarah Sjöström zählt zweifelsfrei zu den weltbesten Schwimmerinnen. Keine andere Athletin hält aktuell so viele Weltrekorde wie die schnelle Schwedin. Über 50 und 100 Meter Freistil sowie 50 und 100 Meter Schmetterling sind Sjöströms Zeiten das Maß der Dinge auf der Langbahn. Zusätzlich hält sie auf der 25-Meter-Bahn die Bestmarken über 200 Meter Freistil und 100 Meter Schmetterling. Natürlich zählt die dreifache Medaillengewinnerin (Gold, Silber, Bronze) von Rio de Janeiro auch bei den Olympischen Spielen in Tokio zu den Favoritinnen. Doch im Winter rutschte Sjöström in ihrer Heimat auf Eis aus und brach sich den Ellbogen. Es folgten eine OP und mehrere Wochen, bis die Sprinterin das erste Mal wieder im Wasser trainieren konnte. Der schwedische Mannschaftsarzt Rene Tour sagte im Februar, dass es drei bis vier Monate dauern könnte, bis Sjöström wieder regulär trainieren könne.

Kraul geht, Schmetterling noch nicht

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Auf ihrem Instagram-Account postet Sjöström regelmäßig Updates über ihre Regeneration. In Bildern und Videos zeigt sie, wie die Mobilität des verletzten Arms langsam besser wird und wie sie beginnt, die Muskulatur wieder aufzubauen. In einem Q & A sagte sie am Wochenende, dass sie wieder begonnen habe, Kraul zu schwimmen, allerdings “nicht mit einem so kraftvollen Zug wie früher”. Schmetterling gehe noch nicht, da sie nicht mit beiden Armen gleichstark unter Wasser ziehen könne. Auf die Frage, ob sie bei den Olympischen Spielen in Tokio an den Start gehen werde, antwortete sie “Ja, ich werde da sein”. Über welche Strecken sie mit einem Start in Tokio rechne, ließ sie jedoch offen.

Für Olympia gesetzt

Durch ihre Finalteilnahmen bei den Weltmeisterschaften 2019 ist Sjöström für das schwedische Team gesetzt und könnte in Tokio über 50, 100 und 200 Meter Freistil und 100 Meter Schmetterling starten. Die 50 Meter Schmetterling, über die Sjöström in Südkorea Weltmeisterin wurde, gehören nicht zum olympischen Programm. Auch für die Staffeln ist sie eine wichtige Schwimmerin. Schweden ist über 4 x 100 Meter Freistil und 4 x 100 Meter Lagen qualifiziert. Sollte alles optimal für Sjöström laufen, könnte sie bis zu 16 Mal in Tokio starten.

Bis zum Beginn der Schwimmwettkämpfe in Tokio sind es noch 87 Tage. Zeit, die Sjöström bleibt, um ihre Form zurückzugewinnen. Ob sie in Tokio tatsächlich über vier Einzelstrecken antreten wird und ob sie in den Staffeln zum Einsatz kommen wird, bleibt abzuwarten und wird auch von ihren Reha-Fortschritten abhängig sein. Ihre Chancen schätzte sie in ihrem Instagram Q & A realistisch ein: “Es wird nicht einfach zu gewinnen, selbst ohne die Verletzung. Aber ein gebrochener Arm wird mich nicht davon abhalten, mein Bestes zu geben.”

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