Harvard nennt die gesündesten Sportarten, um Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit besonders gut zu trainieren. And the winner is … Schwimmen!
Welche Sportarten tun dem Körper wirklich gut – und welche bringen den größten gesundheitlichen Nutzen über möglichst viele Lebensphasen hinweg? Die Medizinprofessorin I-Min Lee von der Harvard Medical School hat sich mit dieser Frage beschäftigt und nennt fünf Bewegungsformen, die aus medizinischer Sicht besonders effektiv sind. Im Fokus stehen dabei keine kurzfristigen Trainingseffekte, sondern nachhaltige Vorteile für Herz, Muskulatur, Beweglichkeit und allgemeines Wohlbefinden.
Die Auswahl reicht von alltagstauglichen Klassikern bis hin zu ganzheitlichen Trainingsformen. Für viele Wasserliebhaber dürfte das Ergebnis dennoch wenig überraschend sein: Schwimmen spielt in dieser Liste nicht nur mit, sondern hebt sich durch seine Kombination aus Ganzkörpertraining und Gelenkschonung deutlich von den anderen Disziplinen ab.
Platz 1: Schwimmen
Schwimmen ist laut der Harvard-Studie das umfassendste Training und bietet das komplette Paket. Nahezu alle Muskelgruppen werden beansprucht, gleichzeitig bleibt die Belastung für Gelenke minimal. Der Wasserwiderstand sorgt für Kraftaufbau, während Herz und Kreislauf effektiv trainiert werden. Dazu kommt der Auftrieb, der Bewegungen erleichtert und das Verletzungsrisiko senkt. Studien zeigen sogar positive Effekte auf die mentale Verfassung. Werden beim Schwimmtraining diese wichtigen Punkte beachtet, vereint der Sport Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit sowie psychische Vorteile wie kaum eine andere Disziplin.
Platz 2: Tai Chi
Die chinesische Bewegungskunst kombiniert langsame, fließende Bewegungen mit Konzentration und Atmung. Tai Chi wird oft als „Meditation in Bewegung“ beschrieben und fördert sowohl körperliche als auch geistige Fitness. Besonders wichtig ist der Aspekt Gleichgewicht – eine Fähigkeit, die mit zunehmendem Alter immer stärker abnimmt. Durch die kontrollierten Abläufe eignet sich Tai Chi für nahezu jedes Fitnesslevel.
Platz 3: Krafttraining
Krafttraining ist weit mehr als Muskelaufbau. Es hilft, dem altersbedingten Muskelabbau entgegenzuwirken, und stabilisiert den gesamten Bewegungsapparat. Zudem steigert Muskelmasse den Kalorienverbrauch im Alltag und unterstützt die Gewichtskontrolle. Auch langfristige Effekte auf die Gehirnfunktion werden diskutiert. Entscheidend sind eine saubere Technik und eine schrittweise Steigerung der Belastung.
Platz 4: Walking
Gehen ist eine der einfachsten und zugleich effektivsten Formen der Bewegung. Es verbessert die Herzgesundheit, kann den Blutdruck regulieren und wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus. Darüber hinaus stärkt regelmäßiges Gehen die Knochen und kann das Risiko für chronische Erkrankungen senken. Studien deuten zudem darauf hin, dass es die Gedächtnisleistung unterstützt.
Platz 5: Kegel-Übungen
Weniger bekannt, aber gesundheitlich relevant sind sogenannte Kegel-Übungen. Die Übungen gehen zurück auf den Mediziner Arnold H. Kegel und wurden schon in den 1940er-Jahren erfunden. Sie stärken die Beckenbodenmuskulatur, die eine zentrale Rolle für die Kontrolle von Blase und Darm spielt. Ein trainierter Beckenboden kann Inkontinenz vorbeugen und betrifft Männer wie Frauen gleichermaßen.