US-Megatalent scheitert über 200 m Schmetterling
Ledecky macht Gold-Optionen zwei bis vier perfekt

Katie Ledecky ist auf dem Weg, ihren vierfachen Gold-Triumph von Rio zu wiederholen, kaum zu bremsen. Luca Urlando scheitert bei den Trials.

Frank Wechsel / spomedis Katie Ledecky hat sich die Olympiatickets über 200 und 1.500 Meter gesichert (Archivbild).

Halbzeit bei den US-Trials in Omaha: Am Mittwoch unterstrich Katie Ledecky einmal mehr ihre Ausnahmestellung im Freistilschwimmen. Der 24-Jährigen gelangen innerhalb einer guten Stunde zwei Siege über 200 und 1.500 Meter. Ledecky ist damit auf bestem Weg, in Tokio ihren bisher fünf Olympiasiegen weiteres Gold hinzuzufügen. Gelingt ihr auch die Qualifikation über 800 Meter Freistil, was eigentlich niemand bezweifelt, kann die Schwimmerin aus Washington in Japan über alle vier Strecken zwischen 200 und 1.500 Meter sowie mit der US-Staffel über 4 x 200 Meter an den Start gehen. Die 100 Meter lässt Ledecky diesmal aus, wodurch ein Staffelstart über 4 x 100 Meter in Tokio so gut wie ausgeschlossen ist. In Rio hatte sie noch mit dem US-Quartett Silber gewonnen und dabei den zweitschnellsten Split der vier US-Frauen ins Wasser gebracht.

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Schmitt schafft’s

In Omaha qualifizierte sich über 200 Meter Freistil neben Ledecky (1:55,11 Minuten) auch London-Olympiasiegerin Allison Schmitt für Tokio. Die 31-Jährige war in 1:56,79 Minuten nur 0,01 Sekunden schneller als Paige Madden, die bei Olympia aber immerhin die Staffel schwimmen wird. Für Schmitt ist es eine Art Comeback nach einem längeren mentalen Tief, in dem sie sich auch wegen Depressionen in Therapie begeben musste. In Rio war sie “nur” als Staffelschwimmerin dabei, holte dabei aber zwei Medaillen.

Über die in diesem Jahr für die Frauen erstmals olympischen 1.500 Meter Freistil hatte Ledecky in 15:40,50 Minuten wenig Mühe, sich gegen die sieben Finalistinnen durchzusetzen. Ihr drei Jahre alter Weltrekord ist rund 20 Sekunden schneller. Als zweite Schwimmerin wird Erica Sullivan in Tokio schwimmen. Sie kam nach 15:51,18 Minuten ins Ziel, eine Zeit, die die deutsche Vizeweltmeisterin Sarah Köhler an einem guten Tag sicher draufhaben sollte.

Luca Urlando nur Dritter

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Einen Rückschlag musste Toptalent Luca Urlando verdauen. Der 19-Jährige, der vor zwei Jahren auf sich aufmerksam machte, als er Michael Phelps’ nationalen Altersklassenrekord über 200 Meter Schmetterling um neun Hundertstel auf 1:53,84 Minuten verbesserte, kam über seine Paradestrecke in 1:55,43 Minuten nur als Dritter ins Ziel. Schneller waren in einem engen Rennen Zach Harting in 1:55,06 Minuten und Gunnar Bentz in 1:55,34 Minuten, die nun gemeinsam das Team USA über 200 Meter Schmetterling in Tokio repräsentieren werden. Auf seine Finalteilnahme über 200 Meter Freistil verzichtete Urlando im Anschluss, obwohl er nach Platz sechs im Halbfinale gute Chancen auf einen Staffelplatz gehabt hätte. Am Freitag hat der junge Schwimmer über 100 Meter Schmetterling einen weiteren Versuch.

Die Qualifikanten von Dienstag und Mittwoch
200 m Freistil, Männer: 1. Kieran Smith 1:45,29 min; 2. Townley Haas 1:45,66 min
100 m Rücken, Frauen: 1. Regan Smith 58,35 s; 2. Rhyan White 58,60 s
100 m Rücken, Männer: 1. Ryan Murphy 52,33 s; 2. Hunter Armstrong 52,48 s
100 m Brust, Frauen: 1. Lilly King 1:04,79 min; 2. Lydia Jacoby 1:05,28 min
200 m Freistil, Frauen: 1. Katie Ledecky 1:55,11 min; 2. Allison Schmitt 1:56,79 min
200 m Schmetterling, Männer: 1. Zach Harting 1:55,06 min; 2. Gunnar Bentz 1:55,34 min
200 m Lagen, Frauen: 1. Alex Walsh 2:09,30 min; 2. Kate Douglass 2:09,32 min
1.500 m Freistil, Frauen: 1. Katie Ledecky 15:40,50 min; 2. Erica Sullivan 15:51,18 min

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