Überraschungen und starke Zeiten zum Abschluss der "Finals"
Ramon Klenz und Nina Kost holen die meisten Titel

Noch einmal konnten Ramon Klenz und Nina Kost bei der DM in Berlin aufs oberste Podest schwimmen. Daneben gab es zum Abschluss einige Überraschungen.

Frank Wechsel / spomedis Dritter Sieg: Ramon Klenz gewinnt in Berlin auch über 200 Meter Lagen.

Mit den dritten Siegen von Ramon Klenz und Nina Kost sind am Sonntag im Rahmen der “Finals” die Deutschen Meisterschaften zu Ende gegangen. Der Berliner Klenz gewann in seiner Heimatstadt zum Abschluss über 200 Meter Lagen. In 2:01,11 Minuten verwies er 400-Meter-Sieger Danny Schmidt (2:02,40 Minuten) auf den Silberrang. Dritter wurde Jan Delkeskamp in 2:02,91 Minuten. Klenz, 2018 ebenfalls dreifacher Meister, hatte zuvor über 100 und 200 Meter Schmetterling gewonnen. Er ist damit erfolgreichster Titelsammler der diesjährigen DM, deren Startfelder durch Corona und die anstehenden Olympischen Spielen allerdings auf vielen Strecken sehr ausgedünnt waren.

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Nur etwa zehn Minuten nach den 200 Metern Lagen kletterte Klenz zum Sprint über 50 Meter Freistil erneut auf den Startblock. Nach gutem Start und einer schnellen ersten Rennhälfte ging ihm gegen die Spezialisten dann aber sichtlich die Puste aus. Beim etwas überraschenden Sieg von Peter Varjasi (22,50 Sekunden) schlug Klenz nur als Achter an. Für Varjasi war es der erste DM-Titel auf der Langbahn. Wenig später schwamm der Hamburger Björn Kammann über 50 Meter Schmetterling (23,98 Sekunden) ebenfalls zu seinem Premierentitel. Bei den Frauen jubelten am Sonntag Kim Herkle über 200 Meter Brust (2:27,43 Minuten) und Marlene Sandberg über 800 Meter Freistil (8:45,12 Minuten) zum ersten Mal über Gold bei einer Deutschen Meisterschaft.

Kost zum dritten – Mühlleitner macht’s spannend

Im Rückenschwimmen machte Nina Kost das Triple perfekt und krönte sich damit zur erfolgreichsten Athletin der DM. Die Heidelbergerin, die international für die Schweiz antritt, hatte in Berlin bereits über die 100- und 200-Meter-Distanz triumphiert. Am Sonntag war sie nun auch im 50-Meter-Sprint als Erste an der Wand. In 28,48 Sekunden ließ Kost die Siegerin von 2016 Johanna Roas (28,60 Sekunden) knapp hinter sich. Auf Platz drei sprintete Lina Kröger in 28,98 Sekunden. Laura Riedemann, zuletzt 2017, 2018 und 2019 Meisterin über 50 Meter Rücken war wegen ihrer Olympiavorbereitung nicht am Start.

Mit ordentlichen Zeiten über 100 Meter Freistil verabschiedeten sich Annika Bruhn und Damian Wierling in ihrer Vorbereitung auf Tokio. Bruhn gewann in 54,60 Sekunden, Wierling ließ in 49,32 Sekunden alle anderen Finalisten hinter sich. Über 400 Meter Freistil sorgte Henning Mühlleitner bei seinem Sieg in 3:48,39 Minuten für ein starkes Resultat. In dem sehenswerten Rennen zog der Neckarsulmer erst auf der letzten Bahn am Frankfurter Oliver Klemet vorbei, der in 3:48,81 Minuten Silber holte. 800- und 1-500-Meter-Sieger Sven Schwarz aus Hannover blieb bis zum Schluss an den Führenden dran, musste sich am Ende in 3:50,00 Minuten aber mit Bronze zufriedengeben.

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Die Deutschen Meisterinnen und Meister vom 6. Juni:
100 m Freistil Frauen: Annika Bruhn (Neckarsulmer Sport-Union), 54,60 s
100 m Freistil Männer: Damian Wierling (SG Essen), 49,32 s
200 m Brust Frauen: Kim Herkle (SV Cannstatt), 2:27,43 min
200 m Lagen Männer: Ramon Klenz (SG Neukölln), 2:01,11 min
400 m Freistil Männer: Henning Mühlleitner (Neckarsulmer Sport-Union), 3:48,39 min
50 m Freistil Männer: Peter Varjasi (LSV Bayern), 22,50 s
50 m Rücken Frauen: Nina Kost (SV Nikar Heidelberg), 28,48 s
50 m Schmetterling Männer: Björn Kammann (AMTV-FTV Hamburg), 23,98 s
50 m Brust Männer: Lucas Matzerath (SG Frankfurt), 27,42 s
200 m Schmetterling Frauen: Kathrin Demler (SG Essen), 2:11,79 min
800 m Freistil Frauen: Marlene Sandberg (SSC Berlin), 8:45,12 min

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