17-jähriger Sorgius überrascht erneut
Anna Elendt macht es wieder mit Rekord

Zweites Rennen, zweites Gold, zweiter Rekord: Für Anna Elendt läuft es bei der DM in Berlin rund. Auch der junge Leipziger Timo Sorgius begeistert.

Jo Kleindl Anna Elendt hat über 50 Meter Brust ihren zweiten Rekord aufgestellt.

Brustsprinterin Anna Elendt hat bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin ihren zweiten Titel geholt. Nach ihrem Sieg am Freitag über 100 Meter in neuer deutscher Rekordzeit von 1:06,50 Minuten, triumphierte die Frankfurterin auch über die 50 Meter – ebenfalls mit deutscher Rekordzeit. In 30,67 Sekunden verbesserte die 19-Jährige die zuvor gemeinsam von Dorothea Brandt und Kerstin Vogel gehaltene Bestmarke um 0,10 Sekunden. Vor allem die deutsche Olympia-Lagenstaffel kann sich über die Leistungssteigerung ihrer Brustschwimmerin freuen, ist es doch seit mehreren Jahren eine Art Sorgendisziplin der deutschen Schwimmerinnen. Hinter Elend belegte Julia Titze wie über 100 Meter Platz zwei (31,43 Sekunden). Bronze holte Nele Schulze aus Flensburg in 31,74 Sekunden.

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Sorgius schneller als Zellmann und Mühlleitner

Noch zwei Jahre jünger als Anna Elendt ist Timo Sorgius aus Leipzig. Das Toptalent holte am Samstag ebenfalls seinen zweiten Titel. Über 200 Meter Freistil stach er in 1:48,75 Minuten gleich drei Olympiateilnehmer aus. Weder Henning Mühlleitner (1:48,91 Minuten) noch Poul Zellmann (1:49,21 Minuten), beide für die Tokio-Staffel über 4 x 200 Meter Freistil gesetzt, konnten den deutlich schneller angegangenen Sorgius noch einholen. Sie belegten die Plätze zwei und drei vor 100-Meter-Spezialist Damian Wierling. Der Essener bewältigte seinen Ausflug auf die “Langstrecke” in 1:49,48 Minuten. Timo Sorgius hatte zu Beginn der Titelkämpfe bereits überraschend über 200 Meter Rücken Gold gewonnen.

Einen starken Eindruck über 200 Meter Freistil machte Annika Bruhn. Die Neckarsulmerin war als einzige der deutschen Top-Schwimmerinnen auf dieser Distanz am Start und schwamm ohne echte Gegenwehr schnelle 1:57,92 Minuten. Damit gewann sie vor Chiara Klein aus Potsdam, die nach 2:01,50 Minuten das Ziel erreichte. Bronze ging an Marie Brockhaus aus Heidelberg, die Josefine Tesch von der SG Neukölln um eine Hundertstelsekunde auf Platz vier verdrängte.

Die Deutschen Meisterinnen und Meister vom 5. Juni:
200 m Lagen Frauen: Kathrin Demler (SG Essen) 2:12,99 min
200 m Rücken Frauen: Nina Kost (SV Nikar Heidelberg), 2:11,84 min
200 m Brust Männer: Yannis Merlin Willim (SSG Leipzig), 2:12,73 min
200 m Freistil Frauen: Annika Bruhn (Neckarsulmer Sport-Union), 1:57,92 min
200 m Freistil Männer: Timo Sorgius (SSG Leipzig), 1:48,75 min
200 m Schmetterling Männer: Ramon Klenz (SG Neukölln), 1:57,87 min
50 m Freistil Frauen: Jessica Felsner (SC Aqua Köln), 25,01 s
50 m Brust Frauen: Anna Elendt (SG Frankfurt), 30,67 s
50 m Schmetterling Frauen: Angelina Köhler (Hannover 96), 26,84 s
50 m Rücken Männer: Marvin Dahler (VfL Sindelfingen), 25,48 s
1.500 m Freistil Männer: Sven Schwarz (W98 Hannover), 15:09,31 min

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