Konsequenzen für Pro-Kriegs-Auftritt
FINA sperrt Olympiasieger Rylov für neun Monate

Als Reaktion auf die Teilnahme bei der Pro-Kriegs-Kundgebung im März in Moskau hat die FINA den russischen Olympiasieger Evgeny Rylov für neun Monate gesperrt.

Frank Wechsel

Der Welt-Schwimmverband hat den russischen Olympiasieger Evgeny Rylov für neun Monate gesperrt. Damit reagiert die FINA auf die Teilnahme des Rückenschwimmers an der Pro-Kriegs-Kundgebung im März im Moskauer Luschniki-Stadion. Gemeinsam mit anderen russischen Größen des Sports solidarisierte sich Rylov dort mit dem russischen Präsidenten und dem Militär.

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Sperre mit Symbolwirkung

Rylov, der bei den Olympischen Spielen als Teil des unter neutraler Flagge startenden Teams ROC Gold über 100 und 200 Meter Rücken gewann, wird “für einen Zeitraum von neun Monaten von allen von der FINA organisierten oder sanktionierten Wettkämpfen und Aktivitäten zu suspendieren, einschließlich aller internationalen Wettkämpfe”, heißt es in einer Verbandsmitteilung.

Die Sperre tritt rückwirkend zum 20. April in Kraft. Für Rylov selbst ändert sich dadurch wenig. Als Reaktion auf den russischen Angriff in der Ukraine entschied die Fina bereits im April nach einigem Zögern, russische und belarussische Athleten und Offizielle bis Ende 2022 von allen Fina-Veranstaltungen auszuschließen. Letztlich erhält Rylov somit eine zusätzliche Sperre von 20 Tagen bis zum 20. Januar 2023, die Entscheidung des FINA-Disziplinarausschusses dürfte also eher Symbolwirkung haben.

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