Mögliche Strafe für Rylov
FINA beschließt WM-Ausschluss für Russland und Belarus

Nach anfänglichem Zögern hat die Fina russische und belarussische Athleten von den Weltmeisterschaften 2022 ausgeschlossen. Außerdem wird die Kurzbahn-WM nicht in Russland stattfinden.

dreamstime.com (Dmitry Shirinkin)

Russische und belarussische Athletinnen und Athleten dürfen nun doch nicht an den Schwimm-Weltmeisterschaften im Mai in Budapest teilnehmen. Das teilte das Präsidium der FINA mit. Der Weltverband hatte auf den Beginn des russischen Angriffskriegs zunächst mit verhältnismäßig milden Sanktionen reagiert und russischen und belarussischen Sportlern eine Teilnahme an FINA-Events unter neutraler Flagge in Aussicht gestellt. Etwaige Ausschlüsse sollten auf Basis von Einzelfallentscheidungen erfolgen. “Nach einer erneuten Überprüfung und einer unabhängigen Risikobewertung” machten die Verantwortlichen nun eine Rolle rückwärts. Als Reaktion auf den WM-Ausschluss erklärte der russische Schwimmverband nach FINA-Angaben den kompletten Rückzug von allen Veranstaltungen bis zum Ende des Jahres.

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Laut der FINA-Meldung wurde Russland zudem die Austragung der Kurzbahn-WM entzogen. Diese sollte eigentlich am Jahresende in Kasan stattfinden. Man führe Gespräche mit potenziellen Ersatz-Ausrichtern, heißt es. Eine Entscheidung sei bisher aber noch nicht gefallen. Der Termin 17. bis 22. Dezember soll bestehen bleiben.

Verfahren gegen Evgeny Rylov

Außerdem habe die Fina-Disziplinarkommission ein Verfahren “wegen eines möglichen Verstoßes gegen die FINA-Regeln” gegen Evgeny Rylov eingeleitet. Der Tokio-Olympiasieger über 100 und 200 Meter Rücken war bei einer russischen Pro-Kriegs-Kundgebung im Moskauer Luschniki-Stadion aufgetreten. Dort solidarisierte er sich gemeinsam mit anderen russischen Sportlern mit Russlands Präsidenten und dem Militär.

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