Entscheidung im Atlantik

Für die deutschen Freiwasserschwimmer Sören Meißner und Marcus Herwig ist der kommende Weltcup in Setúbal von ganz besondere Bedeutung: Nur der bessere von beiden qualifiziert sich für die EM.

| 7. Juni 2018 | AKTUELL

Marcus Herwig ist amtierender deutscher Meister über zehn Kilometer.

Marcus Herwig ist amtierender deutscher Meister über zehn Kilometer.

Foto >Sonja Schleutker-Franke

Sechs deutsche Freiwasserschwimmer, drei Frauen und drei Männer, werden im August in Loch Lomond nach einer EM-Medaille über zehn Kilometer greifen. Fünf Athleten stehen für die beiden Rennen bereits fest, einzig bei den Männern ist noch ein Startplatz frei. Um diesen kämpfen am Samstag im portugiesischen Setúbal der Würzburger Sören Meißner und der Magdeburger Marcus Herwig. Die Regel ist einfach: Wer schneller im Ziel ist, bucht das Schottland-Ticket.

Sören Meißner will zum Saisonhöhepunkt nach Schottland.

Sören Meißner will zum Saisonhöhepunkt nach Schottland.

Foto >Peter Jacob / spomedis

Die beiden Schwimmer müssen in die Entscheidung, weil sie anders als Leonie Beck, Finnia Wunram, Rob Muffels und Andreas Waschburger beim Weltcup-Auftakt in Doha (Katar) einen Top-Ten-Platz und damit die direkte EM-Quali verpasst hatten. Meißner schwamm im Arabischen Golf als 14. ins Ziel, Herwig belegte 1,6 Sekunden später Rang 16. Da sie damit unter den besten 20 blieben, erhielten beide die zweite Chance auf das EM-Ticket. Bei den Frauen ist die Situation etwa anders. Dort konnte sich Lea Boy den dritten Startplatz sichern. Die Berlinerin erfüllte in Doha mit Platz 23 als einzige die Nominierungsvoraussetzung für U-23-Sportlerinnen (Platz 24 oder besser).

Marcus Herwig gab sich im Gespräch mit der Magdeburger Volksstimme zuversichtlich, dass er Meißner hinter sich lassen kann. Die Bedingungen würden ihm liegen, erklärte der 22-Jährige mit Blick auf die deutlich kühlere Wassertemperatur und den zu erwartenden Wellengang.