Sonntag, 7. Juli 2024

Rollwende | So klappt der schnelle Richtungswechsel

Die Rollwende ist die schnellste und effektivste Methode, um beim Schwimmen die Richtung zu wechseln. So geht’s.

Frank Wechsel / spomedis

1 | Anschwimmen

Aus der Schwimmbewegung heraus verharrt ein Arm kurz vor der Wand nach der Unterwasserphase in seiner Position. Der zweite Arm führt seinen Zug noch bis zum Ende aus, sodass vor der Einleitung der Rollbewegung beide Arme seitlich neben dem Körper liegen. Ziel ist es, ohne Tempoverlust in die Rollwende zu gehen.

Frank Wechsel / spomedis

2 | Einleitung der Rollwende

Mit einer schnellen Bewegung des Kopfes wird das Kinn Richtung Brust gezogen und damit die Rollbewegung eingeleitet. Dieser Impuls lässt sich durch einen Delfinkick unterstützen.

Frank Wechsel / spomedis

3 | Drehung

Nun knickt die Hüfte stark ab. Gleichzeitig werden die angewinkelten Beine sowie die Füße (über Wasser) Richtung Wand geführt. Gesteuert wird diese Bewegung weiterhin über die Haltung des Kopfes, der zu Beginn der Drehung noch immer auf der Brust liegt. Eine kompakte Haltung beschleunigt diesen Vorgang. Die Hände verbleiben in ihren Posi­tionen und liegen nun vor dem Kopf in Schwimmrichtung.

Frank Wechsel / spomedis

4 | Streckung

In Rücken- oder leichter Seitlage erreichen die Füße die Wand. Der Oberkörper ist zu diesem Zeitpunkt schon wieder gestreckt. Achte genau auf den Abstand zur Wand. Sind die Beine im Hüft- und Kniegelenk jeweils zu 90 Grad angewinkelt? Kannst du dich optimal abstoßen? Die Kontaktzeit an der Wand sollte so kurz wie möglich sein.

Frank Wechsel / spomedis

5 | Abstoß

Mit einem kräftigen Abstoß erzielst du die zweithöchste Geschwindigkeit beim Schwimmen nach dem Startsprung. Er erfolgt aus beiden Beinen heraus von der Beckenwand. Die Drehung in die Bauchlage wird unmittelbar mit der Streckung der Beine eingeleitet. Die Handflächen der lang nach vorn gestreckten Arme sollten strömungsgünstig übereinander liegen. 

Frank Wechsel / spomedis

6 | Übergang

Mit dem Verlassen der Wand sorgen kräftige Delfinkicks oder Kraulbeine für Tempo. Am Ende der Tauchphase nehmen auch die Arme ihre Arbeit wieder auf. Der erste Atemzug sollte erst nach einigen Schwimmzügen erfolgen, um das Tempo lange hochzuhalten.

Peter Jacob
Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.