Training mit dem Gummiseil
Der Bungee-Effekt

Mit einem Gummiseil lassen sich im Wasser Power und Schnelligkeit trainieren. Schwimme gegen den Widerstand oder lasse dich ziehen: Beides kann eine enorme Wirkung erzielen.

Frank Wechsel / spomedis

Einsatz und Aufbau

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Beim Powertraining mit dem Gummiseil (auch Bungeeseil genannt) kannst du gegen den Widerstand anschwimmen oder dich vom Seil ziehen lassen. Bei der ersten Methode befestigst du das bis auf eine Länge von 25 Metern dehnbare Seil am Startblock, einer Leiter oder einem anderen fest installierten Gegenstand und schwimmst in gerader Richtung, bis der Widerstand zu stark wird und du auf der Stelle schwimmst. Willst du dich ziehen lassen, benötigst du einen Partner. Bereite dich etwa 10 bis 20 Meter von der Wand entfernt am Beckenrand auf deinen Einsatz vor, während dein Partner mit dem anderen Ende des Seils auf die Kopfseite der Bahn geht und eine starke Spannung aufbaut. Auf Kommando hüpfst du seitlich ins Wasser und schwimmst sofort los. Dein Partner sollte durch kontinuierliches Nachziehen für eine gleichmäßige Spannung sorgen. Doch Vorsicht: Die hohe Spannung im Seil kann für Beteiligte und Zuschauer gefährlich werden.

Hyperspeed

So schnell warst du noch nie. Schwimme mit Vollspeed 10 bis 25 Meter und lass dich vom Gummiseil ziehen. Starte mit reichlich Seilspannung, das bringt dich unmittelbar auf maximalen Speed. Durch das enorme Tempo spürst du direkt, in welchen Bereichen du noch Widerstand erzeugst. Sprinter gewöhnen sich außerdem an hohe Geschwindigkeiten, die sie sonst nur im Rennen erreichen.

  • 2 – 4 Wiederholungen
  • Achte gezielt auf den Übergang von der Unterwasser- in die Schwimmphase und den ersten Zug nach dem Auftauchen
  • Schwimme nach der Übung zwei bis vier Sprints ohne Gummiseil

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Auf der Stelle

Einen kleinen Hotelpool verwandelst du mit einem Gummiseil leicht in einen „Endless Pool“. Bringe das Seil so hinter dir an, dass du etwa in der Mitte des Pools einen moderaten Widerstand beim Schwimmen spürst. Nun lässt sich zumindest ein abgespecktes Trainingsprogramm absolvieren, mit dem du deine Form durch den Urlaub „retten“ kannst – auch wenn du dabei keinen Meter vorwärts kommst.

  • 30 min Kraul mit wechselnden Atemrhythmen
  • 20 min Lagenwechsel:
    30 s Delfin + 60 s ­Rücken + 30 s Brust + 120 s Kraul

Gegen den Strom

Stelle dir vor, du schwimmst gegen eine immer stärker werdende Strömung an. So ähnlich fühlt es sich an, wenn du das Gummiseil hinter dir am Startblock befestigst und gegen den Widerstand des Seils anschwimmst. Versuche, so weit wie möglich zu kommen und diese Entfernung mit kräftigen Armzügen zu halten.

  • Halte die maximale Entfernung für fünf, zehn oder 20 Sekunden
  • Schwimme mit kräftigen Zügen oder besonders hoher Frequenz
  • Halte das Seil kurz, um die Explosivität deiner Abstöße zu verbessern

Das volle Arsenal

Ob unterstützt durch die Spannung des Seils oder gegen dessen Widerstand: Alle Übungen lassen sich mit zusätzlichen Tools erweitern. Schwimme mit Paddles und Flossen, um noch mehr Tempo zu erzeugen. Oder nutze einen Schnorchel, um ungestört an deiner Armzugtechnik zu arbeiten. Für kraftvolle Kicks versuche, allein durch die Beinbewegung eine möglichst große Entfernung gegen den Seilwiderstand zu erzielen.

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