Dienstag, 23. April 2024

Zweite Medaille für Verena Schott in Tokio

Florian Schwarzbach / DBS Verena Schott gewinnt über 100 Meter Brust ihre zweite Medaille in Tokio.

Nach ihrer Bronzemedaille über 200 Meter Lagen sicherte sich Verena Schott über 100 Meter Brust ihre zweite Medaille in Tokio. In 1:43,61 Minuten schlug die Berlinerin in einem knappen Finale nur wenige Hundertstel vor ihren Konkurrentinnen in der Startklasse SB5 an. „Ich habe auf den letzten 25 Metern die Italienerin in meinem Windschatten und vor mir Grace gesehen. Da habe mir gedacht: ‚Ne, ne, ne – das darf nicht sein!“, sagte Schott nach ihrem Rennen, in dem sie sich einen spannenden Dreikampf um die Bronzemedaille mit der Italienerin Arianna Talamona und die Chinesin Lingling Song aus China lieferte. Mit dem besseren Ausgang für Schott, die im Ziel acht Hundertstel vor Song anschlug. Schneller als die 32-jährige Deutsche waren Yelyzaveta Mereshko (Ukraine, 1:40,59 Minuten) und Grace Harvey (Großbritannien, 1:42,22 Minuten), die sich Gold und Silber sicherten.

Vorbereitung auf das Hauptrennen

Auch in zwei weiteren Finals war das deutsche Team am Samstag vertreten. Nach ihrem Debüt über 100 Meter Rücken schwamm Mira Jeanne Maack im 200-Meter-Lagen-Finale der Startklasse SM8 auf den sechsten Platz. In 3:04,78 Minuten kam die 17-Jährige nicht ganz an ihre Vorlaufleistung (3:04,65 Minuten) heran, sei aber auf einem guten Weg für ihr Hauptrennen über 400 Meter Freistil. „Ich war nicht mehr so nervös wie gestern – es hat sich heute wirklich in Grenzen gehalten“, sagte die jüngste Schwimmerin im deutschen Team, die laut Bundestrainerin Ute Schinkitz nun richtig bei den Paralympics angekommen sei. Im dritten Finale mit deutscher Beteiligung ging es für Josia Topf über 150 Meter Lagen (Startklasse SM 3) zur Sache. Nach 3:20,35 Minuten schwamm der 18-Jährige knapp 3,5 Sekunden langsamer als im Vorlauf (3:16,91 Minuten) und berührte die Wand auf dem sechsten Platz. Justin Kaps verpasste das Finale über 100 Meter Freistil bei seiner Paralympics-Premiere. Der Schwimmer der Startklasse S10 schied nach 57,01 Sekunden auf dem 13. Platz im Vorlauf aus. Ebenfalls die nächste Runde verpasste Gina Böttcher (Startklasse SM4). Über 150 Meter Lagen schwamm sie in 3:13,51 Minuten auf den zehnten Platz.

Jule Radeck
Jule Radeck
Jule Radeck studierte Sportwissenschaften, bevor sie als Volontärin nach Hamburg zog. In ihrer Freizeit findet man sie oft im Schwimmbecken, manchmal auf dem Fahrrad und selten beim Laufen.

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