Donnerstag, 23. Mai 2024

Deutsche Para-Schwimmer liefern ab | Rekord und drei Medaillen zum EM-Auftakt

So kann es weitergehen: Die deutschen Para-Schwimmer sind erfolgreich in die EM auf Madeira gestartet. Bis zum 27. April geht es auf der portugiesischen Urlaubsinsel zur Sache.

Ralf Kuckuck / DBS Verena Schott holte zum Em-Auftakt Gold (Archivbild).

Gelungener Auftakt für die deutschen Para-Schwimmer bei den Europameisterschaften auf Madeira: Am ersten Wettkampftag holten Verena Schott, Tanja Scholz und die erst 15-jährige Charlotte Kast gleich drei Medaillen für das 15-köpfige Team von Bundestrainerin Ute Schinkitz.

Zur Goldmedaille schwamm Verena Schott über 100 Meter Rücken in der Startklasse S6. In 1:23,68 Minuten verwies die dreifache Medaillengewinnerin bei Paralympics die Schweizerin Mora Meister auf Rang zwei. „Das war ein sehr gelungener Auftakt. Ich habe alle Vorgaben umgesetzt und bin sehr zufrieden mit meinem Rennen“, sagte Schott. „Das gibt mir ein gutes Gefühl auch mit Blick auf die Paralympics in Paris.“

Maike Naomi Schwarz meldet sich mit Rekord zurück

Zuvor hatte Tanja Scholz über 50 Meter Brust für das erste Edelmetall aus deutscher Sicht gesorgt. In der SB2 reichten ihr 1:19,63 Minuten für die Bronzemedaille. Ebenfalls Dritte wurde Nachwuchstalent Kast über 200 Meter Lagen in der SM7. Bei ihrem ersten Auftritt auf der internationalen Bühne brachte Kast eine starke Zeit von 3:25,43 Minuten ins Wasser. Das war persönliche Bestzeit.

Ein starkes Comeback lieferte Maike Naomi Schwarz ab. Nachdem sie drei Jahre wegen Depressionen ausgesetzt hatte, meldete sich die 30-Jährige vom SC Potsdam mit einem deutschen Rekord über 100 Meter Rücken zurück. In 1:15,27 Minuten schwamm Schwarz auf den vierten Platz in der Startklasse S12.

Die Europameisterschaften der Para-Schwimmer auf Madeira laufen noch bis zum 27. April. Für viele Schwimmerinnen und Schwimmer sind die Wettkämpfe der letzte internationale Vergleich vor den Paralympics in Paris. Alle EM-Ergebnisse gibt es hier.

Peter Jacob
Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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