Braunschweig gewinnt Bronze über 50 Meter Rücken
David Popovici nähert sich Biedermann-Rekord

Erneute Machtdemonstration von David Popovici. Über 200 Meter Freistil schwamm der Rumäne als dritter Mensch überhaupt schneller als 1:43 Minuten. Für einen deutschen Medaillenerfolg sorgte Ole Braunschweig.

LEN In 1:42,97 Minuten schwamm David Popovici als dritter Mensch überhaupt unter die 1:43-Minuten-Marke über 200 Meter Freistil.

Nachdem David Popovici bei den Europameisterschaften in Rom den 13 Jahre alten Weltrekord von César Cielo Filho um fünf Hundertstel auf 46,86 Sekunden verbessert hatte, waren auch auf der doppelten Distanz alle Augen auf den jungen Rumänen gerichtet. Über 200 Meter Freistil kam der 17-Jährige in 1:42,97 Minuten weniger als eine Sekunde an den Weltrekord von Paul Biedermann (1:42,00 Minuten) heran. Biedermann hatte diese Bestmarke noch in der Zeit der Hightech-Anzüge bei den Weltmeisterschaften 2009 aufgestellt, im gleichen Becken, in dem aktuell die europäischen Titelkämpfe stattfinden.

- Anzeige -

Platz sieben für Lukas Märtens

Popovici ist damit der dritte Mensch überhaupt, der 200 Meter Freistil schneller als 1:43 Minuten schwimmen konnte. Bisher gelang das nur Biedermann und keinem Geringeren als Michael Phelps, der bei seiner Bestleistung (bei den Olympischen Spielen 2008) nur eine Hundertstel schneller war als Popovici.

Im Finale ließ der neue Superstar seine Konkurrenten weit zurück, 2,63 Sekunden lagen zwischen ihm und dem zweitplatzierten Antonio Djakovic (Schweiz). Den dritten Platz sicherte sich der Österreicher Felix Auböck in 1:45,89 Minuten. Lukas Märtens belegte bei der Machtdemonstration des Rumänen in 1:46,80 Minuten den siebten Platz.

Erste Rücken-Medaille seit 2007

- Anzeige -

LEN Ole Braunschweig gewinnt Bronze über 50 Meter Rücken.

Für einen deutschen Medaillenerfolg sorgte Ole Braunschweig über 50 Meter Rücken. Nach 24,68 Sekunden schlug der Berliner als Dritter an und sicherte sich damit die erste EM-Medaille seiner Karriere. “Das war echt knapp. 50 Meter können auch in die Hose gehen, aber diesmal hat der Anschlag gepasst”, sagte Braunschweig nach seinem Rennen. “Ich habe jetzt nicht viel nachgedacht, weil mein Trainer meinte: ‘Mach es einfach, wie du es im Training auch machst. Einfach Vollgas, und wenn es in die Leine geht, geht’s in die Leine und wenn nicht, dann nicht.’ Und es hat gepasst, also top.” Eine internationale Medaille über 50 Meter Rücken für das deutsche Team gab es zuletzt 2007, als Thomas Rupprath bei den Weltmeisterschaften in Melbourne Silber gewann, ein Jahr zuvor war Helge Meeuw über diese Strecke Europameister geworden. In Rom sicherte sich Apostolos Christou aus Griechenland in 24,63 Sekunden den Europameistertitel, Silber ging an den Italiener Thomas Ceccon (24,40 Sekunden).

Über 100 Meter Schmetterling verpasste Angelina Köhler das Podest knapp. In 57,90 Sekunden war die 21-Jährige aus Hannover so schnell wie seit 2019 nicht mehr und blieb nur fünf Hundertstel über ihrer persönlichen Bestzeit. Beim Sieg der Schwedin Louise Hansson (56,66 Sekunden) vor Marie Wattel (Frankreich, 56,80 Sekunden) und Lana Pudar aus Bosnien-Herzegowina (57,27 Sekunden) belegte Köhler den vierten Platz.

Erhalte Updates direkt auf dieses Gerät – abonniere jetzt.

Das könnte dir auch gefallen

Hier kannst du diesen Beitrag kommentieren