Beim Schwimm-Weltcup geht es ab Donnerstag nicht nur um Siege und WM-Tickets, sondern vor allem um sehr viel Geld. Das Staraufgebot ist trotzdem kleiner als im Vorjahr.

17 Tage, drei Wettkampfstationen und im besten Fall ein sechsstelliger Betrag auf dem Konto: Der Schwimm-Weltcup ist für die Stars der Kurzbahn ein äußerst lukratives Geschäft. 184.000 US-Dollar kassierte Gesamtsieger Hubert Kós (Ungarn) im vergangenen Jahr, bei den Frauen kam Kate Douglass (USA) auf 182.000 Dollar. Insgesamt wurden 2025 inklusive aller Boni 1,57 Millionen US-Dollar an die Athletinnen und Athleten ausgeschüttet.
Doch Geld ist offenbar nicht alles. Denn obwohl dieses Jahr ähnliche Preisgelder zu erwarten sind, sagten zahlreiche Stars ihre Teilnahme für die drei Weltcup-Stationen in Zentralasien ab. Kós und Douglass fehlen ebenso wie Gretchen Walsh (USA), Kaylee McKeown und Mollie O’Callaghan (beide Australien). Die drei letztgenannten hatten allein für fünf Weltrekorde gesorgt und dafür pro Rekord 10.000 US-Dollar erhalten. Ein Grund für die höhere Attraktivität des letztjährigen Weltcups dürften die Stationen in Kanada und den USA gewesen sein.
Die Stationen des Schwimm-Weltcups 2026:
1.–3. Oktober: Baku (Aserbaidschan)
8.–10. Oktober: Taschkent (Usbekistan)
15.–17. Oktober: Astana (Kasachstan)
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Ergebnisse
Die Stars machen diesmal Pause
Größter Star der diesjährigen Tour ist Sprinter Cameron McEvoy. Der Langbahn-Weltrekordhalter über 50 Meter Freistil ist zugleich der einzige Australier am Start. In Down Under finden aktuell die nationalen Kurzbahnmeisterschaften statt.
Weitere international bekannte Namen sind Siobhan Haughey (Hongkong), Katarzyna Wasick (Polen) und Qin Haiyang (China). Das US-Team ist diesmal deutlich weniger prominent besetzt. Deutschland ist sogar nur mit zwei Schwimmern vertreten: Maya Tobehn und Sven Schwarz gehen für den DSV an den Start. Mehr als 750 Schwimmerinnen und Schwimmer aus über 50 Nationen werden erwartet.
Während Tobehn ihr Comeback in den Leistungssport nach der EM in Paris fortsetzt, kündigte Langstreckler Schwarz an, dass es für ihn vor allem auch darum gehe, eine gute Meldezeit für die anstehenden Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Peking (1. bis 6. Dezember) zu erschwimmen. Bei der letzten WM vor zwei Jahren in Budapest hatte seine Vorleistung nicht für einen Top-8-Platz auf der Startliste gereicht. Und weil es bei der WM über 800 und 1.500 Meter keine Vorläufe gibt, musste er wie auch Florian Wellbrock bereits am Morgen in den langsameren Läufen antreten und dann schauen, für welche Platzierung es am Ende reicht. Während Wellbrock immerhin zwei Silbermedaillen mit nach Hause nehmen konnte, belegte Schwarz die Plätze vier und fünf. Diesmal möchte der Hannoveraner unbedingt den wieder direkten Vergleich mit den Medaillenkandidaten.
1,2 Millionen Dollar im Topf
Am Preisgeld hat sich dagegen wenig geändert. Auf der sogenannten Seidenstraßen-Tour von Baku über Taschkent nach Astana werden insgesamt 1,2 Millionen US-Dollar ausgeschüttet. Für einen Sieg bei einer Weltcup-Station gibt es 12.000 Dollar, Platz zwei bringt 10.000, Platz drei 8.000 Dollar.
Noch lukrativer wird es in der Gesamtwertung: 100.000 Dollar erhält der Gesamtsieger, dazu kommen Boni. Ein Weltrekord ist weitere 10.000 Dollar wert. Ebenfalls 10.000 Dollar gibt es für eine sogenannte „Crown“, also drei Siege über dieselbe Strecke. Über 800 und 1.500 Meter Freistil reichen dafür zwei Siege. Die Gesamtwertung berücksichtigt sowohl die Platzierung als auch die erzielte Leistung. Pro Station fließen bis zu drei Rennen in die Wertung ein.
