"Die Wellen kamen von allen Seiten"
André Wiersig bricht Extremschwimmen ab

Keine Chance für André Wiersig: Hohe Wellen zwangen den Paderborner sein Langstreckenschwimmen auf den Seychellen abzuberechen.

Erik Eggers Kurz nach dem Start ist bei André Wiersig noch alles in Ordnung.

Nach nur zwei Stunden musste André Wiersig seinen Versuch abbrechen, im Indischen Ozean von der Seychellen-Insel Mahé nach La Digue zu schwimmen. “Die Wellen kamen von allen Seiten, und ich habe zu viel Wasser geschluckt”, sagte der 49-Jährige, nachdem er auf das Boot der ihn begleitenden Küstenwache gestiegen war. “Ich musste mich vier-, fünfmal übergeben, es ging einfach nicht mehr.”

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Der Paderborner hatte sich um 17.11 Uhr Ortszeit, etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang, auf die knapp 47 Kilometer lange Strecke begeben. Vor dem Start hatte er noch Zuversicht gezeigt. “Die Bedingungen sind gut, ich bin optimistisch”, hatte er am Carana Beach gesagt, während er sich mit Fettcreme einrieb.

Erik Eggers 47 Kilometer weit wollte André Wiersig durch den Ozean schwimmen.

Erster Abbruch von Wiersig

Aber alle Prognosen, wonach sich der starke Wellengang mit Anbruch der tropischen Nacht legen sollte, trafen nicht ein. Schon nach einer Stunde musste Wiersigs Schwager Jürgen Peters, der ihn mit dem Kajak begleiten und ihn versorgen sollte, aufgrund der starken Dünung auf das Boot geholt werden. Am Ostermontag hatte Wiersig einen geplanten Start um zwei Tage verschieben müssen.

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Es ist das erste Mal, dass Wiersig einen Versuch aufgeben musste. Als einziger Schwimmer hatte er die die sieben Herausforderungen der Ocean’s Seven stets im ersten Versuch genommen. Im vergangenen August war er ebenfalls im ersten Versuch als erster Mensch von St. Peter-Ording in 18:16 Stunden nach Helgoland geschwommen.

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