Die Freiwasserschwimmer sind es von den Olympischen Spielen gewohnt: Bei der WM in Singapur wurden die 10 Kilometer der Frauen wegen mangelnder Wasserqualität verschoben.
Die Nachricht erreichte das deutsche Team um Bundestrainer Bernd Berkhahn mitten in der Nacht: Das erste Freiwasserrennen der Weltmeisterschaften in Singapur kann am Dienstag nicht wie geplant stattfinden. Grund dafür ist nach Angaben des Weltverbands die schlechte Wasserqualität. Eigentlich war der Start für die 10 Kilometer der Frauen für 2 Uhr deutscher Zeit (8 Uhr Ortszeit) angesetzt. Jetzt sollen Lea Boy, Jeannette Spiwoks und die anderen 67 gemeldeten Athletinnen am Mittwochmorgen ran. Der Start ist für 4:15 deutscher Zeit vorgesehen. Davor sind die Männer mit Florian Wellbrock und Oliver Klemet an der Reihe. Ihr Rennen wurde um 30 Minuten auf 1:30 Uhr vorverlegt. Hier findest du Informationen zu den Übertragungszeiten.
Die Verschiebung erfolgte im Interesse der Gesundheit und Sicherheit der Athletinnen, teilte World Aquatics mit. „Während die Tests in den letzten Tagen durchweg zeigten, dass die Wasserqualität am Veranstaltungsort den zulässigen Grenzwerten von World Aquatics entspricht, lagen die Analysen der am 13. Juli entnommenen Proben über diesen Grenzwerten.“ Neben der Wasserqualität dürfte auch die hohe Wassertemperatur die Open-Water-Schwimmer herausfordern. Laut letzten Messungen ist das Wasser 30,5 Grad Celsius warm. Damit liegt die Temperatur nur 0,5 Grad unter dem Maximalwert von 31 Grad. Wegen Überhitzungsgefahr dürfen ab dieser Temperatur keine Freiwasser-Wettbewerbe ausgetragen werden.
Die Situation erinnert an die Olympischen Spiele in Paris, wo die Wasserqualität der Seine zum Dauerthema wurde. Am Ende fiel zwar eine Trainingssession aus, die Rennen wurden aber wie geplant durchgeführt.