Samstag, 25. Mai 2024

SV Würzburg erneut Doppelmeister

Der deutsche Mannschaftsmeister im Schwimmen 2019 heißt bei den Frauen und Männern erneut SV Würzburg 05. Die Franken setzten sich am vergangenen Wochenende beim Wettkampf der 1. Bundesliga gegen zehn beziehungsweise elf weitere Erstligisten durch. Für die SVW-Männer, die vor der Neckarsulmer Sport-Union und der SG Frankfurt siegten, ist es nach 2016, 2017 und 2018 bereits der vierte Titel infolge und der sechste der Vereinsgeschichte. Die Würzburger Frauen gewannen die Meisterschaft nach 2017 und 2018 nun zum dritten Mal. Sie verwiesen SV Nikar Heidelberg und die SG Neukölln auf die Plätze zwei und drei. Absteigen müssen bei den Frauen die Wasserfreunde Spandau 04 und der SC Magdeburg. Sie holten die wenigsten Punkte aller Teilnehmer. Bei den Männern schwimmen Halle/Saale und ebenfalls der SC Magdeburg nächstes Jahr in der 2. Bundesliga. Die Hallenser hatten ihre Teilnahme an der Bundesliga abgesagt.

Spannung um Platz drei

Angeführt von international erfahrenen Topschwimmerinnen wie Leonie Beck, Zsuzsanna Jakabos, Sasha Touretski und Lea Boy sorgten die Würzburgerinnen im Essener Sportbad Thumfeld früh für klare Verhältnisse. Bereits nach dem ersten von drei Abschnitten mit jeweils 13 Rennen lagen sie über 500 Punkte vor den Heidelbergerinnen. Danach bauten Sie diesen Vorsprung mit starken Zeiten kontinuierlich aus. Nach dem 39. und letzten Rennen hatte Würzburg über 1.100 Punkte mehr auf dem Konto als Heidelberg.

Spannend wurde es am Ende noch zwischen Neukölln und der SG Essen im Kampf um Platz drei. Nach einer Disqualifikation auf der Rückenteilstrecke im vorletzten Rennen über 400 Meter Lagen musste die Essenerin Jeannette Spiwoks wenige Minuten später allein gegen die Uhr nachschwimmen. Ihre Zeit von 5:00,53 Minuten reichte jedoch nicht und so kletterten die Neuköllnerinnen, unter anderem mit Alexandra Wenk im Team, kurz darauf mit 58 Punkten mehr auf den dritten Treppchenplatz.

Endstand, Frauen

PLATZVEREINPUNKTE
1SV Würzburg 0528.276
2SV Nikar Heidelberg27.130
3SG Neukölln26.498
4SG Essen26.440
5SG Frankfurt26.074
6SSG Leipzig25.867
7SG Stadtwerke München25.552
8SSG Saar Max Ritter24.449
9Potsdamer SV24.407
10SG Dortmund23.796
11Wasserfreunde Spandau 0423.694
12SC Magdeburg22.707
Thomas Stuckert Die Würzburger Männer haben ihren Titel verteidigt.

Aufsteiger fordert Meister

Bei den Männern war das Titelrennen deutlich spannender, weil Aufsteiger Neckarsulm Titelverteidiger Würzburg bis zum letzten Rennen Paroli biet. Zehn Rennen vor dem Ende trennte beide Teams nur ein einziger Punkt und dann brachte Fabian Schwingenschlögl, eigentlich Brustsprinter, die Schwimmer aus dem Landkreis Heilbronn mit 53,02 Sekunden über 100 Meter Schmetterling sogar in Führung. Würzburg konterte jedoch mit Ruwen Straub, dem über 1.500 Meter Freistil in 14:36,10 Minuten eine der besten Leistungen des Wochenendes gelang. Die Favoriten zogen dadurch auf fast 200 Punkte davon. In den letzten Rennen schwankte der Vorsprung zwar, dennoch stand schon vor den abschließenden 100 Meter Freistil der Sieger so gut wie fest. Mit einer Topzeit von 48,63 Sekunden machte Sebastian Szabo schließlich den Sack zu. Der Neckarsulmer Aleksi Schmid (48,76 s) hätte dem Ungar schon mehrere Sekunden abnehmen müssen.

Endstand, Männer

PLATZVEREINPUNKT
1SV Würzburg 0529.050
2Neckarsulmer Sport-Union28.944
3SG Frankfurt28.563
4Potsdamer SV27.961
5SG Neukölln27.472
6SG Essen26.819
7W98 Hannover26.051
8SG Stadtwerke München25.357
9SG Bayer25.240
10DSW 1912 Darmstadt25.022
11SC Magdeburg24.987

Beck und Diener mit Top-Leistungen

Da bei der DMS die Zeiten nach einer Formel in FINA-Punkte umgerechnet werden, ist ein Vergleich der erzielten Leistungen möglich. Basis ist jeweils der Kurzbahn-Weltrekord vom 31. August 2018, der mit 1.000 Punkten bewertet wird. Mit 928 Zählern erzielte Christian Diener über 100 Meter Rücken die punktbeste Leistung des Wochenendes. Der Potsdamer schlug nach 50,12 Sekunden an. Bei den Frauen erhielt Leonie Beck für ihre 400 Meter Freistil (4:02,43 min) 902 Punkte.

Thomas Stuckert Ex-Boxer Axel Schulz schaute bei der 1. Bundesliga in Essen vorbei.

Peter Jacob
Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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