Mittwoch, 22. Mai 2024

Bund schlägt neue Corona-Maßnahmen vor

Den Schwimmerinnen und Schwimmern in Deutschland droht eine zweite Corona-Zwangspause. Wie aus einer Beschlussvorlage der Bundesregierung hervorgeht, schlägt die Regierung neben weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie die vorübergehende Schließung aller Freizeiteinrichtungen ab dem 4. November vor. Davon betroffen wären auch Sportanlagen, Schwimmbäder und Freizeitbäder. Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Vorlage heute Mittag mit den 16 Ministerpräsidenten diskutieren. Anschließend sollen die beschlossenen Maßnahmen bekanntgegeben werden.

Die Bundesregierung sieht sich angesichts exponentiell steigender Corona-Infektionszahlen zu drastischen Mitteln gezwungen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen dazu beitragen, „durch eine erhebliche Reduzierung der Kontakte in der Bevölkerung insgesamt das Infektionsgeschehen aufzuhalten und die Zahl der Neuinfektionen wieder in die nachverfolgbare Größenordnung von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche zu senken.“ Die Maßnahmen sollen zunächst befristet vom 4. November bis zum Ende des Monats gelten. Nach zwei Wochen würde die Kanzlerin erneut mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder beraten. Im Frühjahr waren die Schwimmbäder von März bis mindestens Mitte Mai geschlossen.

Der Vorchlag der Bundesregierung (Punkt 5) im Wortlaut:

„Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen. Dazu gehören
a. Theater, Opern, Konzerthäuser, und ähnliche Einrichtungen
b. Messen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen
c. Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen
d. der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern,
e. Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen.“

Auch wenn die Infektionszahlen in Deutschland bisher unter denen der Nachbarländer liegen, will die Bundesregierung frühzeitig handeln. Ziel sei es, „die Infektionsdynamik zu unterbrechen, damit in der Weihnachtszeit keine weitreichenden Beschränkungen im Hinblick auf persönliche Kontakte und wirtschaftliche Tätigkeit erforderlich sind“, heißt es in der Vorlage. Dazu bedürfe es wie schon im Frühjahr einer gemeinsamen Anstrengung.

Peter Jacob
Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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