Freistiltalent Johannes Liebmann reift in Magdeburg weiter heran: In Stockholm pulverisierte der 19-Jährige jetzt einen Rekord von Lukas Märtens.

Der 50-Meter-Pool in Stockholm ist bekannt für schnelle Zeiten – das ist spätestens seit Lukas Märtens Weltrekord über 400 Meter Freistil (3:39,96 Minuten) vor einem Jahr bekannt. Jetzt nutzten gleich ein halbes Dutzend DSV-Schwimmerinnen und -Schwimmer die guten Bedingungen in der schwedischen Hauptstadt, um Normzeiten für die Europameisterschaften in Paris zu unterbieten. Unter den starken Leistungen ragte eine aber ganz besonders heraus: die 400 Meter Freistil von Toptalent Johannes Liebmann.
In 3:44,59 Minuten verbesserte der junge Magdeburger den deutschen Altersklassenrekord von Lukas Märtens um fast vier Sekunden. Der spätere Weltrekordler war im Jahr 2020 3:48,22 Minuten geschwommen. Liebmann musste sich lediglich Teamkollege Oliver Klemet (3:43,14 min) geschlagen geben und behauptete sich im Schlussspurt gegen den Belgier Lucas Henveaux (3:44,61 min). Florian Wellbrock wurde in 3:55,24 Minuten Achter. Märtens hatte seinen Start in Stockholm wegen einer Erkältung kurzfristig abgesagt.
Einen Weltrekord hat er schon
Für Freistiltalent Liebmann ist die Leistung der nächste Schritt auf dem Weg an die nationale Spitze – und das auf einer mit Märtens, Wellbrock, Klemet und Sven Schwarz besonders hart umkämpften Strecke. Der 19-Jährige hält seit eineinhalb Jahren den Junioren-Weltrekord über 800 Meter Freistil auf der Kurzbahn. Seit diesem Jahr ist Liebmann dem Junioren-Alter entwachsen, sein Drang an die Spitze scheint aber ungebrochen.
Klemet und Liebmann blieben beide unter der EM-Norm von 3:46,60 Minuten, doch noch bis zum 26. April können die anderen deutschen Topschwimmer nachlegen. Ebenfalls EM-Norm schwammen am Donnerstag Isabel Gose und Maya Werner über 1.500 Meter Freistil, Linda Roth über 200 Meter Freistil und Luka Nik Armbruster über 50 Meter Schmetterling.
