Starker Schneefall sorgt bundesweit für geschlossene Schwimmbäder. Unter anderem sind Hamburg und Bremen betroffen.
Das extreme Winterwetter mit starkem Schneefall und Unwetterwarnungen zwingt derzeit mehrere Schwimmbäder zu Schließungen oder eingeschränktem Betrieb. In Hamburg hat der städtische Badbetreiber Bäderland den regulären Betrieb stark reduziert: Alle Hallenbäder schließen vorzeitig, lediglich an fünf Standorten (Alsterschwimmhalle, Billebad, Festland, Inselpark und Ohlsdorf) ist ein Notbetrieb geplant. Die Stadt hat am Freitag alle Schulen und Sporthallen geschlossen.
Auch in Bremen gibt es starke Einschränkungen. Hier öffnen lediglich das Südbad, der Horner Bad und das Freizeitbad Vegesack, und das auch nur von 12 bis 19 Uhr. Das Unibad bleibt für Kurse und Vereine ebenfalls geöffnet. Alle anderen Bäder bleiben dicht.
In Norderstedt hat das Arriba-Erlebnisbad wetterbedingt komplett geschlossen, da extreme Schneeverhältnisse und Sturmrisiken einen regulären Badebetrieb unmöglich machen. Gleiches gilt beispielsweise für die Jürgen-Frenzel-Schwimmhalle in Uetersen und bis Sonntag für den Badepark Elmshorn.
In Niedersachsen zieht unter anderem die Schwimmhalle Northeim die Reißleine. Auf der Website heißt es: „Mit Blick auf die dichte Schneedecke auf den Dächern hat die Northeimer Sport und Freizeit GmbH das Hallenbad in der Stadt Northeim vorübergehend geschlossen. Diese Entscheidung erfolgte vorsorglich auf Empfehlung des Statikers. Momentan ist die rechnerisch kritische Schneemenge zwar noch nicht erreicht, infolge von Warnungen des Deutschen Wetterdienstes für eine extreme Wetterlage ist auch Neuschnee zu erwarten. Insbesondere wegen des schweren Nassschnees könne es dann zu erheblichen zusätzlichen Dachlasten kommen.“
Erinnerung an die Tragödie von Bad Reichenhall
Die Sorge vor einstürzenden Dächern, die die Schneelast nicht halten können, ist nicht unbegründet. Vielen ist das Unglück von Bad Reichenhall im Januar 2006 noch in Erinnerung. Nach starkem Schneefall brach das Dach der dortigen Eis- und Schwimmhalle ein, 15 Menschen starben, darunter zwölf Kinder und Jugendliche. Viele weitere Menschen wurden verletzt.