Dienstag, 23. April 2024

Neue Wettkampfregeln | Änderungen bei Brust und Rücken

Der Deutsche Schwimm-Verband hat seine Wettkampfbestimmungen an die internationalen Regeln angepasst. Bei Brust und Rücken gibt es nun Änderungen.

World Aquatics

Generationen von Schwimmerinnen und Schwimmern haben gelernt, die Beine beim Brustschwimmen in einer waagerechten Ebene zu bewegen. Wer schief im Wasser lag, schwamm nicht entsprechend den Wettkampfregeln und wurde bei einem Wettkampf disqualifiziert.

Das hat sich nun geändert. In der neu veröffentlichten Fassung der Wettkampfbestimmungen des Deutschen Schwimm-Verbands heißt es nun: „Alle Bewegungen der Beine müssen gleichzeitig und ohne Wechselbewegungen erfolgen“, die waagerechte Ebene entfällt. Gleiches gilt für den Armzug, hier heißt es nun: „Alle Bewegungen der Arme müssen gleichzeitig und ohne Wechselbewegungen erfolgen“. Alle weiteren Punkte beim Brustschwimmen bleiben jedoch bestehen. Das bedeutet, dass der Beinschlag in einer schiefen Lage nicht mehr geahndet werden darf, eine sogenannte Schere ist jedoch auch weiterhin nicht erlaubt, ebenso wie Wechselbeinschläge. Die Füße müssen in der „Rückwärtsbewegung auswärts gedreht sein“.

Anschlag unter Wasser möglich

Eine weitere Neuerung betrifft den Anschlag beim Rückenschwimmen. Von nun an ist es auch in Deutschland erlaubt, im Ziel komplett untergetaucht die Wand zu berühren. Einzige Voraussetzung: der Kopf des Schwimmers muss unter der Fähnchenleine fünf Meter vor der Wand durchgeschwommen sein, erst dann darf „abgetaucht“ werden. Vorher muss (nach dem Ende der Tauchphase) während der Schwimmstrecke ein Teil des Körpers zu jeder Zeit die Wasseroberfläche durchbrechen.

Der Weltschwimmverband World Aquatics hatte beide Regeländerungen schon vorher ins internationale Regelwerk übernommen und so den Weg in die nationalen Verbände geebnet. Damit die Wettkampfbestimmungen im Deutschen Schwimm-Verband entsprechend angepasst werden können, muss die Länderfachkonferenz dem zustimmen.

Jule Radeck
Jule Radeck
Jule Radeck studierte Sportwissenschaften, bevor sie als Volontärin nach Hamburg zog. In ihrer Freizeit findet man sie oft im Schwimmbecken, manchmal auf dem Fahrrad und selten beim Laufen.

1 Kommentar

  1. Warum ……………………………….. ?????
    Generationen von Schwimmerinnen und Schwimmern haben gelernt, die Beine beim Brustschwimmen in einer waagerechten Ebene zu bewegen. Wer schief im Wasser lag, schwamm nicht entsprechend den Wettkampfregeln und wurde bei einem Wettkampf disqualifiziert.