Konkurrenz in der Trainingsgruppe
Lukas Märtens bricht Wellbrock-Rekord über 800 Meter Freistil

Schneller war in Deutschland noch keiner. Über 800 Meter Freistil hat Lukas Märtens den Deutschen Rekord von Florian Wellbrock gebrochen.

Frank Wechsel

Was für ein Rennen von Lukas Märtens über 800 Meter Freistil. Am finalen Wettkampftag in Stockholm zeigte der 21-jährige Magdeburger noch einmal, was in ihm steckt. Schon nach 7:41,43 Minuten stoppte die Uhr. Damit sicherte sich Märtens nicht nur die fünfte Norm für die Weltmeisterschaften im Mai, er verbesserte auch den deutschen Rekord um 34 Hundertstel. Die alte Bestmarke (7:41,77 Minuten) hatte Florian Wellbrock erst bei den Olympischen Spielen in Tokio aufgestellt.

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Schon im vergangenen Jahr zeigte Märtens immer wieder seine Stärken auf den mittleren und langen Freistilstrecken. So richtig aus dem Schatten seines Trainingspartners Florian Wellbrock herauskämpfen konnte er sich in der Olympiasaison noch nicht. Doch das scheint sich zu ändern. Schon vor zwei Wochen kraulte Märtens bei einem Wettkampf in seinem Heimatbecken über 1.500 Meter Freistil in 14:40,28 Minuten an die Spitze der Weltjahresbestenliste. Zwar ist er von Wellbrocks deutschem Rekord über diese Strecke (14:36,15 Minuten) noch vier Sekunden entfernt, schneller als sein Trainingspartner im Olympiafinale war Märtens dennoch. Auch über 200 und 400 Meter Freistil war Märtens schneller als der vier Jahre ältere Wellbrock.

Bestzeiten Wellbrock und Märtens

(Stand: 13. April 2022)
Florian WellbrockStreckeLukas Märtens
1:49,18 (2018)200 m Freistil1:45,44 (2022)
3:44,35 (2021)400 m Freistil3:41,60 (2022)
7:41,77 (2021)800 m Freistil7:41,43 (2022)
14:36,15 (2018)1.500 m Freistil14:40,28 (2022)

Die Magdeburger Trainingsgruppe von Trainer Bernd Berkhahn ist eine der stärksten Langstrecken-Trainingsgruppen weltweit. Neben Wellbrock und Märtens ziehen in der Elbe-Schwimmhalle auch Rob Muffels, Sarah Wellbrock, Isabel Gose, Celine Rieder und die Niederländerin Sharon van Rouwendaal ihre Trainingsbahnen. Nach seiner Flucht vor dem russischen Angriffskrieg schloss sich auch der 1.500-Meter-Silbermedaillengewinner aus Tokio Mykhailo Romanchuk dem Team an.

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