Elbeschwimmhalle bleibt gesperrt | Lukas Märtens und Co. müssen ausweichen

Seit Weihnachten ist die Magdeburger Elbeschwimmhalle für das Schwimmtraining geschlossen. Deutschlands Topschwimmer müssen deshalb aktuell viel pendeln.

Blick in die aktuelle gesperrte Elbeschwimmhalle in Magdeburg.

Die vorsorgliche Sperrung der Magdeburger Elbeschwimmhalle zieht sich in die Länge und zwingt Olympiasieger Lukas Märtens und seine Teamkollegen zum Ausweichen. Aktuell trainieren Märtens, Isabel Gose, Florian Wellbrock und die anderen Spitzensportler unter Bundestrainer Bernd Berhahn zweimal täglich in einer Schwimmhalle im Stadtteil Diesdorf. Diese verfügt zwar über ein 50-Meter-Becken, doch Kraftraum, Strömungspool und Sporthalle fehlen. Diese Einrichtungen werden weiterhin in der Elbeschwimmhalle genutzt, sodass die Sportlerinnen und Sportler mehrmals am Tag mit dem Auto pendeln müssen.

„Ich versuche, das zu ignorieren“

Kurz vor Weihnachten hatte eine turnusmäßige Prüfung der Dachkonstruktion auffällige Messwerte ergeben. Möglicherweise gibt es Probleme mit einem sogenannten Dachbinder direkt über dem 50-Meter-Becken. Aus Sicherheitsgründen hat die Stadt das Becken der 1962 errichteten und 2004 sanierten Elbeschwimmhalle gesperrt. Das Nichtschwimmerbecken sowie der Saunabereich bleiben hingegen nutzbar. Am Mittwoch sollen weitere Messungen erfolgen. Danach wird entschieden, ob das große Becken wieder freigegeben werden kann oder die Schwimmerinnen und Schwimmer noch länger ausweichen müssen.

„Das Landtraining findet weiter in der Elbeschwimmhalle statt und das Schwimmtraining in Diesdorf“, erklärt Berhahn im MDR. „Ich versuche, das so gut es geht zu ignorieren und das Training wie geplant umzusetzen.“ Ganz einfach sei das nicht. Die erzielten Zeiten seien nur schwer vergleichbar. „Es kommt immer auf die Bahn an, auf der man schwimmt, weil es eine starke Strömung gibt.“

Ernsthafte Sorgen um ihr Training machen sich die Topschwimmer bisher nicht. „Es frisst Zeit und ein paar Nerven“, sagt Märtens in dem Bericht. „Die Trainingsbedingungen sind gerade nicht optimal. Aber wir machen das Beste daraus und hoffen, dass die andere Halle bald wieder öffnet.“ Ähnlich sieht es Gose, die die verlorene Zeit durch das Pendeln bedauert. Florian Wellbrock ergänzt: „Wir haben hier ein Schwimmbecken, und das ist schon sehr viel wert.“ Der Rest sei ein logistisches Problem, das der Trainer lösen müsse.

Erst im November hatte es grünes Licht für die 51-Millionen-Euro-Finanzierung eines neuen nationalen Schwimmzentrums in Magdeburg gegeben. Bis zur Eröffnung werden jedoch noch mehrere Jahre vergehen.

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Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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