Impressionen aus dem Stadion
Das Tokyo Aquatics Center vor dem Start

Am Samstag starten die Schwimmwettbewerbe von Tokio 2020. Wir haben uns im eindrucksvollen Aquatics Center umgesehen.

Frank Wechsel / spomedis Die Schwimmwelt schaut in den kommenden Tagen in diese Halle: das Tokio Aquatics Center.

Am Freitag beginnen die um ein Jahr verschobenen Olympischen Spiele 2000 von Tokio. Die Schwimmwettbewerbe starten traditionell Tag nach der Eröffnungsfeier, wenn auch in diesem Jahr nur mit den Vorläufen: Um 19:02 Uhr am Samstagabend (12:02 Uhr in Europa) startet der erste Heat über 400 Meter Lagen der Männer, im gleichen Abschnitt sind auch noch die Vorläufe über 100 Meter Schmetterling der Frauen, 400 Meter Freistil der Männer, 400 Meter Lagen der Frauen, 100 Meter Brust der Männer und die Staffel über 4 x 100 Meter Freistil der Frauen dran. Die ersten Halbfinals und Endläufe über diese Strecken starten dann am Sonntagmorgen um 9:30 Uhr (3:30 Uhr in der europäischen Nacht) – durch die halbtägige Verschiebung geht es im Aquatics Center also neun Tage lang zur Sache.

- Anzeige -

Frank Wechsel / spomedis 15.000 Zuschauer fasst das Tokyo Aquatics Center. Kommen düfen aber keine.

Geschäftiges Treiben herrscht im Pool schon heute. Die Nationen haben zugeteilte Trainingszeiten. Und wir erste Eindrücke vom Stadion, dessen Tribünen heute wie auch in den kommenden Tagen leer bleiben. Zuschauer sind nicht zugelassen – und alle andere dürfen zwar klatschen, aber nicht singen, anfeuern oder rumtröten.

Damit die Welt trotzdem mitbekommt, was im Tokyo Aquatics Center abgeht, hat das Fernsehen alles aufgefahren, was die Technik hergibt. Hier ein kleiner Einblick in eine andere Welt.

- Anzeige -

Natürlich ist mit dem Anschlag nicht Schluss – nach den Rennen passieren die Schwimmerinnen und Schwimmer die Mixed Zone, wo Athleten und Journalisten sich austauschen. Vorrang hat dabei das Fernsehen – jeder Sender, der die Rechte dazu erworben hat, hat hier eine eigene Box. Die schreibende Presse ist danach unterhalb der Tribüne dran.

Frank Wechsel / spomedis Mixed Zone: Hier werden die Schwimmerinnen und Schwimmer nach den Rennen interviewt.

Natürlich will sich hier niemand auf die TV-Aufzeichnungen verlassen, um seine persönlichen Olympia-Erinnerungen zu behalten. Es könnte ja sein, dass die Kameras am Wettkampftag eher auf die Konkurrenz gerichtet sind. Daher nimmt jeder so viele Selfies und Smartphone-Aufnahmen mit, wie er nur mit dem TOKYO-2020-Schriftzug oder den fünf magischen Ringen im Hintergrund bekommen kann.

Natürlich wird nicht nur an Land gepost, sondern auch im Wasser. Und nebenan, bei den Turmspringer, werden ebenfalls Testsprünge vom Olympiaturm absolviert.

Apropos Turmspringen: Einen Gewinner hat der deutsche Schwimmsport um schon. Ob Interims-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow hier gerade heimlich in seine Maske lächelt, als er erfahren hat, dass “sein” Wasserspringer Patrick Hausding morgen Abend bei der Eröffnungsfeier neben Beachvolleyball-Titelverteidigerin Laura Ludwig die deutsche Fahne ins Nationalstadion tragen darf?

Frank Wechsel

Was wäre ein Schwimmbad ohne Bademeister? Am Olympiapool haben wir sogar eine Rettungsschwimmerin entdeckt. Apropos Bademeister – liebe Lifeguard-Kollegen in Deutschland: Das Schild “Pace lane” ist vorbildlich, mit “No Diving” könnten wir leben und das mit dem Paddle-Verbot habt ihr jetzt mal nicht gesehen.

Die Bühne ist also bereit für echte Schwimm-Action, die hier am Samstagabend startet. Reminder: Jeden Mittag um 12 Uhr beginnen die Vorläufe im Fernsehen. Wer auch die Finals live erleben möchte, muss sich den Wecker auf 3:30 Uhr in der Nacht sein. Und das Team von SWIM.DE arbeitet danach fleißig daran, euch das Geschehen der Nacht auf dem Frühstückstisch zu präsentieren. Wir freuen uns auf die Schwimmwetttkämpfe von Tokio!

Frank Wechsel

Erhalte Updates direkt auf dieses Gerät – abonniere jetzt.

Das könnte dir auch gefallen

Hier kannst du diesen Beitrag kommentieren