Paralympics-Siegerin Elena Semechin startet damit eines der emotionalsten Comebacks des Jahres im internationalen Para-Sport.

Berlin wird vom 7. bis 9. Mai 2026 zum Zentrum des Para-Schwimmens: Bei der Para Swimming World Series treffen sich über 400 Athletinnen und Athleten aus mehr als 60 Nationen in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark. Es ist das größte Meeting der Saison – und zugleich die Bühne für eine Rückkehr, die über den Sport hinausgeht.
Im Fokus steht Elena Semechin, zweifache Paralympics-Siegerin und eine der prägenden deutschen Para-Sportlerinnen. Nur sieben Monate nach der Geburt ihres Sohnes Klaus Phillip steigt die 32-Jährige wieder ins Wettkampfbecken. Ihr Start in Berlin ist dabei mehr als ein Heimspiel: Schon nach ihrer überstandenen Krebserkrankung hatte sie hier ihr erstes großes Comeback gefeiert – nun folgt der nächste Neustart als Mutter im Leistungssport.
Taliso Engel und Josia Topf am Start
Sportlich konzentriert sich Semechin auf ihre Paradedisziplin 100 Meter Brust. Über diese Strecke gewann sie 2021 und 2024 jeweils paralympisches Gold. Außerdem stehen die 50 Meter Freistil auf ihrem Wettkampfplan. Das Ziel ist klar: wieder Wettkampfhärte finden und testen, wie der Körper nach der Babypause reagiert.
Semechins Rückkehr ist eingebettet in ein hochklassiges Teilnehmerfeld. Neben ihr gehören auch internationale Stars wie Gabriel Araújo zum Teilnehmerfeld. Der Brasilianer gewann Anfang der Woche bei den Laureus World Sports Awards in Madrid die Auszeichnung als Behindertensportler des Jahres. Aus Deutschland zählen unter anderem Taliso Engel und Josia Topf zu den bekanntesten Namen.
Für viele BSV-Starter bildet die World Series den Auftakt zu einem intensiven Schwimm-Wochenende. Denn direkt im Anschluss geht es vom 10. bis 12. Mai an derselben Stelle mit den Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) weiter.
